Monika1
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verfasst
am 24.06.2009 um 19:46:04 Uhr | Titel: Saison-Thema: Tomaten Wissenswertes
Nicht nur, dass die Tomate sich in einem Rot präsentiert, wie es schöner kaum sein kann, sie besitzt darüber hinaus auch noch ein sehr vitaminreiches Innenleben.
Heil-, Zier- und Nutzpflanze zugleich
Kultiviert wurde das Nachtschattengewächs in Südamerika, wo es in Mexiko den Azteken auch als Heilpflanze diente. Ihr Anbau in unseren Breiten verdanken wir den spanischen Eroberern, die die Tomate mit der Kartoffel nach Europa gebracht haben. Nicht nur ihre Arten, sondern auch ihre Namen sind zahlreich: ihre Entdecker, die indianischen Ureinwohner, nannten sie "tumatle". In Italien bezeichnet man sie ihrer ursprünglich gelben Farbe wegen als "pomodoro", was verheißungsvoll "Goldapfel" bedeutet.
Aber auch Liebes-, Paradiesapfel und Paradeiser sind Namen, die der Frucht bereits Vorschusslorbeeren einbringen. Durch jahrhundertlange Züchtung hat sich die Tomate zu einer feinen roten Frucht und einem vielseitigen Lieblingsgemüse in fast allen Küchen dieser Welt entwickelt.
Lycopin soll Krebsrisiko senken
Der Tomate wird neben dem Schutz vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose auch eine krebspräventive Wirkung nachgesagt. Ursache dafür ist die Substanz Lycopin, ein Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften. Dieser sekundäre Pflanzenstoff, der die Zellmembranen schützen soll und nach neuesten Untersuchungen die Veränderung vorgeschädigter Zellen in Krebszellen verhindert, findet sich vor allem in roten Früchten und Gemüsen, so z.B. auch in Wassermelonen, rosa Grapefruit und Guaven. Carotinoide sind für unseren Organismus deswegen so wichtig, weil sie dazu beitragen, die sogenannten "freien Radikale" zu bekämpfen. Da Carotinoide fettlöslich sind, sollte dies bei der Zubereitung der Nahrung entsprechend beachtet werden. Ein paar Tropfen Olivenöl können hier bereits ausreichend sein. Die von Experten empfohlene Tagesdosis von Lycopin beträgt 6 mg.
Interessant ist, dass Lycopin aus Tomatenpüree oder Tomatensaft um ein mehrfaches höher aufgenommen wird als aus frischen Tomaten. Das ist kein Paradoxon, sondern dadurch erklärbar, dass sich das relativ hitzebeständige Lycopin erst bei höheren Temperaturen voll entfaltet und dann vom Körper wesentlich besser resorbiert werden kann.
Nicht nur gesund, sondern auch kalorienarm
Tomaten sind aber nicht nur sehr gesund, sondern auch besonders kalorienarm. Neben dem Lycopin haben sie einen hohen Anteil an Vitamin C, Mineralstoffen (z.B. Kalium) und wichtigen Spurenelemente. Der Rest ist Wasser - und das zu einem Anteil von 95 Prozent.Am besten schmecken natürlich am Strauch ausgereifte Tomaten - wer einen eigenen Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Sicherlich hat jeder von uns schon einmal die Bekanntschaft mit wässrigen Tomaten gemacht, die grün gepflückt oder in Treibhäusern nachgereift sind. Frau Antje aus Holland lässt grüßen!
Unreife grüne Tomaten sollten übrigens in rohem bzw. unverarbeiteten Zustand nicht verzehrt werden, da sie das giftige Alkaloid Solanin enthalten. Dieses kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Magen- Schleimhautentzündungen oder Krämpfe hervorrufen. In sehr hohen Dosen kann Solanin tödlich sein. Aber auch hier gilt: "Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist". Das wusste schon Paracelsus.
Die richtige Lagerung ist wichtig für den Geschmack. Hier ein paar Tipps:
Tomaten sind kälteempfindlich und gehören deshalb nicht in den Kühlschrank, auch nicht ins Gemüsefach. Sie sollten bei Zimmertemperatur am besten an einem dunklen Platz aufbewahrt werden. So entfalten sie ihr volles Aroma.
Beeren geben ein natürliches Reifegas (Ethylen) ab, das Gurken leicht weich werden lässt.
Äpfel, die ebenfalls Ethylen produzieren sorgen umgekehrt fürs Nachreifen von Tomaten. Dabei hilft auch, sie ins Sonnenlicht zu legen.
Frische Früchte innerhalb von vier bis fünf Tagen aufbrauchen. Licht, Wärme und Sauerstoff verringern sonst den Gehalt an Nährstoffen.
Sortenvielfalt
Mittlerweile gibt es Tomaten in vielen Formen: Der Verkaufsschlager ist die alt bekannte Rundtomate oder Lose Tomate. Diese besitzt ein gut schmeckendes Fruchtfleisch mit viel Fruchtsäure. In der Küche ist sie roh und gekocht einfach zu verwenden. Mehr für Nase und Augen bieten die Rispen- oder Strauchtomaten, die noch am Stängel hängen. Sie wirken wie frisch gepflückt, und die Drüsenhaare auf dem Stängel verströmen den typischen Tomatenduft. Delikat sind sie als Salat oder im Trio mit Mozarella und Basilikum.
Vor allem praktisch ist fette Fleischtomate: Mit 100 bis 250 Gramm pro Stück wiegt sie doppelt so viel wie ihre Verwandten. Statt Saft und Samen enthält sie besonders viel Fleisch und fällt beim Kochen nicht zusammen. Fleischtomaten sind ideal zum Füllen, Grillen und Gratinieren. Allerdings wirken sie oft etwas blass und schmecken ein bisschen langweilig.
Viel aromatischer und süßer sind dagegen die Kleinen Kirsch- oder Cherry-Tomaten. Die eignen sich besonders zum rohen Verzehr und machen als Partybeilage viel her. Außerdem können Eltern ihre Kinder damit zum Gemüsegenuss verführen. Als Sonderform gibt es noch Flaschentomaten. Die ovale, kernlose Sorte lässt sich leicht schälen und landet daher häufig in der Dose als "Tomata passata". Doch die längliche Süße macht auch im Salat eine gute Figur.
Quelle: http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/tomaten/index.html
http://www.kochmix.de/kochmagazin-tomaten--rot-rund-und-gesund-die-tomate-165.html
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