Saison-Thema: Gutes aus der Milch - Wissenswertes
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Nika1966
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am 20.01.2010 um 21:14:49 Uhr | Titel: Saison-Thema: Gutes aus der Milch - Wissenswertes
In den nächsten zwei Wochen wollen wir uns intensiver mit dem Thema Milch beschäftigen. In diesem Newsletter geht es konkret um die Milch, in der nächsten Woche dann um die Milchpodukte.
Milch ist eine weißliche undurchsichtige Flüssigkeit, die in den Milchdrüsen von Säugetieren gebildet wird. Sie ist für neugeborene Säugetiere die erste Nährstoffquelle, bevor diese andere Arten von Nahrung aufnehmen können. Milch bestimmter Tiere, hauptsächlich von Kühen, dient dem Menschen als Nahrungsmittel.
Milch ist allgemein der Name der für Säugetiere typischen Nährflüssigkeit. Im Deutschen ist der Ausdruck ‚Milch‘ primär ein Synonym für Kuhmilch. Schon die Milch des Menschen wird explizit mit Muttermilch bezeichnet. Im Handel in der EU darf als „Milch“ nur Milch von Kühen bezeichnet werden. Bei Milch von anderen Säugetieren muss die Tierart (Ziegen, Schafe, Pferde, Kamele, Büffel, etc.) zusätzlich angegeben werden – im weiteren Sinne umfasst der Ausdruck Milch als Produkt dann alle als Nahrungsmittel relevanten Tierarten.
Die Entwicklung der Milchwirtschaft
Die Entwicklung der Milchwirtschaft begann im Zuge der so genannten neolithischen Revolution mit der Domestikation von Ziegen und Schafen, etwa vor 10.000 Jahren, in Westindien und andernorts, sowie mit der Domestikation von Auerochsen (Ur) vor etwa 8.500 Jahren vor allem in Südosteuropa. Für die Nahrungsmittelindustrie Europas sind Milchkühe der Hauptlieferant, in den Bergen, ertragsschwachen Gegenden und in früheren Zeiten auch das Schaf (Schafsmilch) und die Ziege (Ziegenmilch). Für Trinkmilch melkt der Mensch durchaus auch Hauspferde (Stutenmilch) und Hausesel (Eselsmilch), Yaks in West-China/Tibet, in den Anden Südamerikas teilweise auch Lama selten). Hoch im Norden wird auch die Milch der Rentiere genutzt; in Asien werden Wasserbüffel gemolken und Büffelmilch gewonnen, im arabischen Raum wird, neben Ziegen- und Schafmilch, hauptsächlich Milch von Kamelen konsumiert. Während in manchen Kulturen, welche meist aus Hirten und Nomaden hervorgegangen sind, die Milchtierhaltung, die Milch und ihre Produkte (etwa Käse, Joghurt) im Mittelpunkt der Ernährung und damit auch des Lebens steht – so etwa in der westlichen Welt – gibt es auch Völker, die außer Muttermilch gar keine Milch verwenden.
Zusammensetzung
In der Milch sind Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Spurenelemente gelöst
Haltbarkeit und Vitamine
Die Haltbarkeit bezieht sich immer auf die ungeöffnete, von der Molkerei abgefüllte Milchpackung. Nach der erstmaligen Verwendung ist auch haltbare Milch im Kühlschrank aufzubewahren und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Die Verluste von Vitaminen durch diese Verfahren zur Haltbarmachung sind unterschiedlich. Pasteurisierte Milch verliert weniger als 10 % der B-Vitamine im Vergleich zur Rohmilch vor der Pasteurisierung. Der Vitaminverlust durch die Herstellung von ESL-Milch liegt bei durchschnittlich 10 %, nimmt aber durch längere Lagerung weiter zu. Die Ultrahocherhitzung bedingt einen Verlust von etwa 20 %, der jedoch durch lange Lagerung auch weiter stark zunehmen kann. Das hängt vor allem von der Lagertemperatur und der verwendeten Erhitzungstechnik ab; direkt mittels Dampfinjektion oder indirekt. Bei direkt erhitzter H-Milch oder ESL-Milch zusätzlich davon, wie gründlich die Milch anschließend entgast wurde.[3] Sterilisierung bedeutet den höchsten Vitaminverlust, je nach Vitamin und Lagerdauer 20-100 %. Der Vitaminverlust durch einfaches Abkochen von Rohmilch liegt bei 10-30 %
Bei Rohmilch oder Milch, die lediglich einem thermischen Behandlungsschritt unterzogen worden ist, sammelt sich das Milchfett nach einiger Zeit an der Oberfläche an und bildet eine Rahm-Schicht. Durch die Homogenisierung wird dies verhindert, indem die Größe der Fetttröpfchen auf unter 1 µm Durchmesser reduziert wird und damit die Aufrahmung aus physikalischen Gründen nur über einen sehr langen Zeitraum stattfindet.
Veredelung und Verarbeitung
Der als Veredelung bezeichnete Herstellungsprozess von zahlreichen Milchprodukten kann als kontrollierter „Verderb“ aufgefasst werden, da hier vor allem der originären Milchflora zugehörende Milchsäurebakterien wirken. Gleiches gilt auch für die Zugabe von Lab, was bewirkt, dass die Milch – ähnlich wie die gesäuerte – koaguliert.
Die Verarbeitungsstätten nennt man Molkereien (früher bzw. auch Meiereien) bzw. Käsereien, typische Produkte sind Sahne, Butterund Buttermilch, Käse, Sauermilch.
Milchrohstoffe (Derivate für die Weiterverarbeitung) sind etwa Milchpulver, Molkepulver (Speiseeisproduktion, Zusätze zu anderen Lebensmitteln), Laktose (Milchzucker) und ähnliches in Lebensmittelherstellung, Pharmazie, Kosmetika usw., Kasein als Klebersubstanz in zahlreichen Branchen. Die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet die Milch in zahlreichen Formen und zu vielfältigen Produkten (Produktgruppe: Milchprodukte), angefangen von Butter, Rahm, der Verkäsung bis hin zu Backwaren- oder Speiseeisherstellung, sowie Derivaten, vom Einsatz in der Fleischverarbeitung oder in der Fertignahrungsherstellung bis hin zur Pharmazie und Kosmetika
Gesundheitliche Aspekte: Einfluss des Calciums der Milch auf die menschliche Gesundheit
Milch enthält Calcium, das der Mensch zum Knochenaufbau benötigt. Milch beinhaltet außerdem viele essentielle Aminosäuren, die für den Körperzellenaufbau benötigt werden. Vor allem in Käse ist der Anteil an Calcium sehr hoch. Die Nurses' Health Study zeigte allerdings, dass erhöhter Milchkonsum allenfalls tendenziell Knochenbrüchen vorbeugt. Auch lässt sich das Calcium aus der Milch isoliert nicht resorbieren, es wird dazu Vitamin D benötigt, das nicht in ausreichendem Maße in der Milch enthalten ist.
Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel erklärt, dass „[...] die Vorteile des Milchkonsums [...] die etwaigen Risiken übertreffen [...].“ Es sei bewiesen, dass ein ausreichender Milchkonsum Osteoporose, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Übergewicht vorbeuge.
Eine Untersuchung der Universität Kopenhagen hat ergeben, dass das in der Milch enthaltene Calcium die Fettmenge im Blut nach den Mahlzeiten reduziert. Danach ist die Menge des Blutfettes bei Personen, die Calcium aus Milchprodukten aufnehmen, um 15-19% niedriger als bei Vergleichspersonen, die Calcium über Calciumsupplemente aufnehmen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Milch
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Nika1966
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am 27.01.2010 um 20:46:03 Uhr | Titel: Re: Saison-Thema: Gutes aus der Milch - Wissenswertes
1. Saison-Thema: Gutes aus der Milch
Da das Thema "Milchprodukte" so umfangreich ist, werden wir uns die kommenden zwei Wochen damit beschäftigen. Diese Woche beginnen wir mit Quark und Käse.
Milchprodukte
Milchprodukte wie Käse, Quark und Jogurt sind Lebensmittel mit einem hohen Nährstoffgehalt. Neben hochwertigem Eiweiß sind sie reich an vielen Vitaminen und Mineralstoffen.
Käse
Käse wird seit ca. 7000 Jahren hergestellt und weltweit sind etwa 4000 Käsesorten bekannt, die sich in folgende große Gruppen aufteilen lassen: Hartkäse, Schnittkäse, Halbfeste Schnittkäse, Weichkäse und Frischkäse. Die große Beliebtheit des Käses ist auf seinen würzigen Geschmack zurückzuführen, auf die Vielseitigkeit in der Verwendung - die weit über den reinen Brotbelag hinausreicht - und den hohen Nährwert. Denn Käse wird aus Milch hergestellt und ist deswegen wie die Milch reich an hochwertigem Eiweiß, Calcium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Vitamin A und B2.
Käse wird hauptsächlich aus Kuhmilch hergestellt. Doch auch aus Schafs-, Ziegen- oder Büffelmilch hergestellter Käse ist beliebt. Laut der Käseverordnung sind Käse "frische oder in verschiedenen Graden der Reifung befindliche Erzeugnisse, die aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt sind“. Die Grundlage der Käseherstellung beruht auf dem „Dicklegen“ der Milch. Beim Versetzen der Milch mit Milchsäurebakterien und/ oder Lab, wird eine Gerinnung und Ausfällung des Milcheiweißes (Kaseine) bewirkt und die Molke (das Käsewasser) abgeschieden. Nach dem Abtrennen der Molke wird der Käsebruch in die gewünschte Form gebracht, gepresst und in ein Salzbad gelegt. Danach beginnt die Reifung. Bis auf Frischkäse muss jeder Käse - je nach Sorte - Tage, Wochen oder Monate in speziellen Räumen reifen.
Hartkäse
Hartkäse sind Käse, die aus einem festen bis sehr festen Käseteig bestehen. Der Trockenmassegehalt liegt bei mindestens 60%. Beliebte Hartkäsesorten sind in Mitteleuropa Emmentaler oder Alpkäse, in Frankreich Gruyère oder Chantal, in Italien Grana oder Provolone und in England Cheddar.
Schnittkäse
Schnittkäse enthalten weniger Trockenmasse (50-60%) aber entsprechend mehr Wasser als Hartkäse und sind deswegen weicher. Sie haben eine kürzere Reifezeit. Verlängert man die Reifezeit so wird aus dem Schnittkäse automatisch ein Hartkäse. Bekannte Namen sind Gouda, Tilsiter, Edamer, Appenzeller oder Raclettekäse.
Halbfeste Schnittkäse
Halbfeste Schnittkäse sind, bedingt durch ihren geringeren Gehalt an Trockenmasse weicher als Schnittkäse und fester als Weichkäse. Die Käse dieser Gruppe sind sehr vielgestaltig: die Oberfläche kann blank, mit feuchter oder angetrockneter Käserotflora, mit Hefen und Schimmeln bedeckt oder auch mit Wachs, Paraffin oder Plastic Coating überzogen sein. Der Teig halbfester Schnittkäse hat eine typische, weichgeschmeidige Konsistenz und ist gut schneidbar. Zu dieser Käsegruppe gehören Esrom, Bel, deutscher Butterkäse und Schweizer Mutschli.
Weichkäse
In der Gruppe der Weichkäse sind sehr unterschiedliche Käsesorten zusammengefasst, die aber aufgrund ihrer Zusammensetzung und der Konsistenz ihres Teiges zwischen halbfesten Schnittkäsen und sehr weichen Frischkäsen einzuordnen sind. Der Trockenmassegehalt liegt zwischen 40 und 56%. Die Oberfläche der Käse kann blank und trocken oder von einer Flora überzogen sein. Manche Weichkäse sind in jungem Zustand ziemlich fest. Ihr Weichkäsecharakter entwickelt sich erst mit fortschreitender Reifung, dann allerdings kann die Konsistenz von weich-geschmeidig bis fließend reichen. Weichkäse lässt sich in zwei Sorten unterscheiden: Weichkäse mit weißer Schimmelbildung und Weichkäse mit Rotschmiere.
Frischkäse
Frischkäse sind ungereifte Käse, die durch Milchsäuregerinnung gewonnen werden. Es werden mehrere Arten unterschieden:
· Pastöse Frischkäse wie Speisequark, Rahm- und Doppelrahmfrischkäse
· Gallertartig-kompakte Frischkäse wie Schichtkäse
· Körnige Frischkäse, z.B. Cottage Cheese
Schimmelkäse – Eine besondere Spezialität
Schimmel kann Käse eine ganz besondere aromatische Note geben – wenn er dem Käse gezielt zugesetzt wurde! Die verschiedenen Schimmelkäse, hauptsächlich aus der Gruppe der Weichkäse und halbfesten Schnittkäse, erfreuen sich wachsender Beliebtheit, denn die Verbraucher wissen: Schimmel auf Käse ist nicht gleichbedeutend mit einem hygienischen Problem.
Schimmel ist nicht gleich Schimmel
Mit dem Begriff „Schimmel“ verbinden die meisten einen watteartigen grünlichen, weißen oder schwarzen Überzug, der Lebensmittel bedecken kann und sie ungenießbar macht. Diese Schimmelbildung erfolgt durch eine Besiedelung mit den Schimmelpilzen Aspergillus oder Penicillium, deren Sporen sich durch die Luft ungewollt weiterverbreiten. Doch Schimmel im/am Lebensmittel ist nicht immer ungewollt. Einigen Käsesorten, darunter Camembert oder Gorgonzola, werden absichtlich Schimmelkulturen zugesetzt. Diese sind für den Menschen nicht schädlich und sorgen für einen besonders aromatischen Geschmack. Beim Käse wird unterschieden zwischen den Käsen mit Oberflächenschimmel, die meist mit einer Weißschimmelkultur behandelt werden und den Käsen mit Innenschimmel, denen hauptsächlich die Schimmelkultur Penicillium roqueforti zugesetzt wird.
Käse mit Oberflächenschimmel
Mit Oberflächenschimmel überzogene Käsesorten finden sich hauptsächlich in der Gruppe der Weichkäse. Die bekanntesten Vertreter sind der Brie oder der Camembert. Weichkäse mit Oberflächenschimmel sind mit einem blütendweißen Schimmelrasen überzogen, der durch die Schimmelkultur Penicillium candidum hervorgerufen wird. Diese Käse schmecken mild bis würzig.
Käse mit weißem Oberflächenschimmel
Brie
Ein ursprünglich französischer Käse, der heutzutage jedoch fast überall hergestellt wird. Brie ist ein flacher Weichkäse, der aus roher oder pasteurisierter Milch hergestellt wird und etwa 45 % Fett.i.Tr. hat. Durch die Zugabe von einer Weißschimmelkultur zur Milch erhält er seine weiße Oberfläche.
Geschmack: mild aromatisch, leicht säuerlich bis pikant
Camembert
Stammt aus der Normandie und wird mittlerweile auch in anderen Ländern hergestellt. Camembert wird sowohl aus Rohmilch wie auch aus pasteurisierter Milch gewonnen. Echter Camembert aus der Normandie ist jedoch immer aus Rohmilch. Wie auch der Brie ist er mit einer Weißschimmelkultur bedeckt. Sein Fettgehalt liegt bei 45 % Fett i.Tr.
Geschmack: mild aromatisch, leicht champignonartig
Harzer Korbkäse
Ein Sauermilchkäse, der aus Deutschland stammt. Mit nur 1 % Fett i.Tr. ist der Korbkäse sehr mager. Neben dem Korbkäse mit weißem Oberflächenschimmel gibt es auch die Variante als Gelbkäse.
Geschmack: mild aromatisch
Käse mit Rot-/Gelbschmiere
Limburger
Weichkäse mit gelbbrauner bis rötlicher Schmiere, die durch die Verwendung der Rotkultur Bacterium linens erzeugt wird. Der Limburger stammt ursprünglich aus Belgien, wird jedoch heute in Deutschland hergestellt. Er wird in den Fettgehaltsstufen 20, 40 und 50 % Fett i.Tr. angeboten.
Geschmack: würzig bis pikant
Münsterkäse
Gehört wie der Limburger zu den Weichkäsen. Die während der Reifung regelmäßig verwendete Rotkultur sorgt für eine gelblichrote Oberfläche, die etwas feucht ist. Der Fettgehalt liegt zwischen 45-50 % Fett i.Tr.
Geschmack: mild, fein pikant
Harzer Käse
Sauermilchkäse, der aus Magerquark hergestellt wird. Die Oberfläche des Harzer Käses ist aufgrund der verwendeten Rotkultur gelb-rot und feucht.
Geschmack: mild, pikant
Käse mit Innenschimmel, Edelpilzkäse
Käse mit Innenschimmel werden auch häufig Blauschimmelkäse genannt, denn durch die Zugabe der Schimmelkultur Penicillium roqueforti sind diese Käse von einem blau-grünlichem Muster durchzogen. Ein Großteil dieser Käse befindet sich in der Gruppe der halbfesten Schnittkäse (Roquefort oder Danablue), doch auch der Weichkäse Gorgonzola ist den Edelpilzkäsen zuzuordnen. Blauschimmelkäse schmecken kräftig aromatisch bis scharf pikant.
Roquefort
Der bekannteste Edelpilzkäse, stammt ursprünglich aus Frankreich. Roquefort wird aus roher Schafmilch hergestellt und gehört zu den halbfesten Schnittkäsen. Seine Oberfläche ist weiß bis leicht gelblich. Innen ist er cremefarben und von blau-grünen Schimmelpilzen durchzogen. Der Fettgehalt liegt bei 50-60 % Fett i.Tr.
Geschmack: stark aromatisch bis würzig
Bleu d ´Auvergne
Französischer Blauschimmelkäse der ebenfalls den halbfesten Schnittkäsen zuzuordnen ist. Der Bleu d ´Auvergne wird aus Kuhmilch hergestellt, der etwas Ziegenmilch beigemischt wird. Seine Oberfläche ist gelb bis braungelb, innen ist er von grünen Schimmelfäden durchzogen.
Geschmack: aromatisch pikant, nicht übermäßig scharf
Gorgonzola
Stammt aus Italien und gehört in die Gruppe der Weichkäse. Gorgonzola wird aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt und in 2 Sorten angeboten: als Gorgonzola dolce und Gorgonzola piccante. Der Gorgonzola piccante wird mit anderen reifungsaktiven Schimmelstämmen behandelt und schmeckt deswegen schärfer.
Geschmack: Blauschimmelweichkäse schmecken insgesamt milder als halbfeste Schnittkäse mit Innenschimmel.
Quelle: http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1061177_l1/index1238482441491.html
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Nika1966
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am 03.02.2010 um 20:53:52 Uhr | Titel: Re: Saison-Thema: Gutes aus der Milch - Wissenswertes
Butter
Butter ist nicht nur beim Kochen und Backen beliebt. Auch als Brotaufstrich pur, unter Süßes oder Herzhaftes ist Butter nicht wegzudenken. Pro Jahr isst jeder Deutsche durchschnittlich 6,5 kg Butter oder 26 der handelsüblichen 250 g-Packungen
Für die Herstellung von einem Kilogramm Butter werden etwa 20 Liter Milch benötigt. Mit einer Zentrifuge wird der Rahm von der Milch abgetrennt, übrig bleibt die Magermilch. Um Bakterien abzutöten wird der Rahm erhitzt (pasteurisiert).
Bei der Herstellung von Sauerrahmbutter wird er nach dem Abkühlen mit Milchsäurebakterien und Aromabildnern versetzt. Nun muss er mehrere Stunden bei ca. 15 °C reifen. Nach der Reifung wird der Rahm abgekühlt und „gebuttert“. Dazu schlägt eine Maschine den Rahm, um die Butter von der Buttermilch zu trennen. Anschließend wird die Butter geknetet, geformt und abgepackt.
Süßrahmbutter wird direkt aus pasteurisiertem Rahm gewonnen.
Mild gesäuerte Butter wird wie Süßrahmbutter hergestellt. Nach der Butterung wird ein Milchsäurekonzentrat zugesetzt, das für den feinsäuerlichen Geschmack sorgt.
In Deutschland wird Butter aus Kuhmilch hergestellt. Butter aus Milch von anderen Tieren muss mit der jeweiligen Tierart gekennzeichnet sein (z.B. Ziegenbutter).
Verwendung
Sauerrahmbutter passt zu Deftigem wie Schinken und Bauernbrot. Sie gibt Gulasch, Wild oder Eintöpfen den letzten Pfiff.
Mildgesäuerte Butter passt gut zu Aufläufen, aufs Brot unter säuerlich-süße Aufstriche und zu mildem Aufschnitt.
Süßrahmbutter schmeckt lecker auf Brötchen zu Konfitüre und Honig oder zu gedünstetem Gemüse, Spargel oder Kartoffeln. Zur Herstellung von Kuchen oder Feingebäck und zum Soßenbinden ist sie ideal, da sie kaum ausflockt.
Tipp: Lagern Sie Butter im Butterfach der Kühlschranktür, dann wird sie nicht zu hart. Verwenden Sie am besten eine Dose aus Porzellan, Glas oder Kunststoff. So nimmt sie keine Fremdgerüche an.
Joghurt, Quark und Probiotika
Sauermilchprodukte, Joghurt, Kefir und Buttermilch gehören zu den gesäuerten Milchprodukten. Sie werden aus wärmebehandelter Milch mit unterschiedlichen Fettgehalten und der Zugabe von Milchsäurebakterienkulturen hergestellt. Der in der Milch vorhandene Milchzucker wird dann durch die Bakterien zum Teil in Milchsäure umgewandelt. Die so erfolgte Säuerung führt zum Gerinnen der Eiweißbestandteile: die Milch wird dick.
Sauermilchprodukte
Beliebte Sauermilchprodukte sind Sauermilch, Dickmilch, saure Sahne und Crème fraîche.
Je nach Konsistenz wird unterschieden in flüssig-sämigere Produkte wie Sauermilch und stichfeste Produkte wie Dickmilch
Joghurt
Joghurt wird aus Milch oder Sahne hergestellt. Der Zusatz „mild“ ist ein Hinweis, dass anstelle der stark säuernden Lactobacillus bulgaris Kulturen milder säuernde Kulturen verwendet werden. Im Handel ist Joghurt in verschiedenen Konsistenzen erhältlich: stichfest, gerührt und trinkfähig.
Joghurt ist reich an Eiweiß und Calcium. Durch die Milchsäure wird zudem die Verdaulichkeit des Eiweiß verbessert und die Resorption des Calcium gefördert. Auch Personen mit Lactoseintoleranz vertragen Joghurt häufig gut, da der Laktoseanteil relativ gering ist.
Kefir
Kefir ist ein dickflüssiges, leicht schäumendes, alkoholhaltiges Sauermilchgetränk, das ursprünglich aus den Kaukasusländern stammt. Der pikant-säuerliche Geschmack wirkt erfrischend und regt die Verdauung an. Kefir wird meist aus Kuhmilch hergestellt, schmeckt aber auch mit Ziegen- oder Schafsmilch als Basis. Milch oder Sahne werden bei der Kefirherstellung mit sogenannten Kefirknöllchen versetzt. Kefirknöllchen bestehen aus Milchsäurebakterien und Hefekulturen, die den Milchzucker zu Alkohol (mind. 0,05%) und Kohlendioxid vergären. Qualitativ gute Produkte erkennen Sie am gewölbten Deckel, der durch das gebildete Kohlendioxid entsteht.
Der Zusatz „mild“ auf Kefirverpackungen bedeutet, dass spezifische von Kefirknöllchen abgeleitete Kulturen verwendet werden, die zu einem milderen, nicht so ausgeprägtem Aroma führen
Buttermilch
Beim Verbuttern von Rahm entsteht eine dickmilchähnliche, wässrige Flüssigkeit: die Buttermilch. Je nach Buttersorte entsteht süße oder saure Buttermilch. Heute wird Buttermilch jedoch meist aus entrahmter oder teilentrahmter Milch hergestellt, der Milchsäurebakterien zugefügt werden. Durch die Bakterien wird der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt und ergibt so den typisch säuerlichen Geschmack der Buttermilch. Reine Buttermilch enthält keinerlei Zusätze. Es sind jedoch auch Buttermilchzubereitungen im Handel erhältlich, die bis zu 10% Wasser und 15% entrahmter Milch oder Magermilchpulver enthalten dürfen. Zubereitungen sind oft fettärmer und mit Früchten, Vitaminen und Zucker angereichert.
Probiotische Milchprodukte
Probiotische Milchprodukte sind Lebensmittel, denen lebende Mikroorganismen zugesetzt werden, die in ausreichender Menge in den Darm gelangen sollen, um dort eine positive gesundheitliche Wirkung zu erzielen. Bei den Mikroorganismen handelt es sich um besonders robuste Milchsäurebakterien wie Lactobazillen oder Bifidobakterien. Die Wirkung probiotischer Produkte wird noch erforscht, es steht jedoch fest, dass sie Durchfallerkrankungen vorbeugen und verkürzen können. Außerdem wird die Enzymaktivität der Darmflora und die Immunantwort verbessert. Ein Großteil der probiotischen Lebensmittel ist bei den Milchprodukten zu finden. So werden Joghurterzeugnisse, Milchmischerzeugnisse, Quarkzubereitungen oder Käse, aber auch Wurst mit Probiotika angeboten. Neben Milchprodukten können auch Fruchtsäfte, Müsli oder Salami Probiotika enthalten.
Quelle: http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1061177_l1/index1238482441491.html
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