Exotisches Obst und Gemüse: Wissenswertes
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am 13.08.2008 um 23:07:34 Uhr | Titel: Exotisches Obst und Gemüse - Wissenswertes
Pastinaken
Die Pastinaken bilden eine Gattung in der Familie der Doldenblütler mit 14 Arten in Europa und im westlichen Asien.
Echte Pastinake
In Mitteleuropa heimisch ist nur die formenreiche Echte Pastinake. Sie gedeiht wild auf Wiesen, an Trockenhängen und auf Feldrainen. Sie ist eine nahe Verwandte der Petersilie.
Beschreibung
Die zweijährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern und hat einen kantig gefurchten Stängel. Sie bildet nach dem ersten Jahr eine Rübe als Speicherorgan aus. Die Rübe ist von weißlich-gelber Farbe; bei der Wildform ist sie dünn und hart, bei den Kulturvarietäten bis zu 6 Zentimeter dick, 20 Zentimeter lang, kegelförmig und bis zu 1,5 Kilogramm schwer. In Abgrenzung zur Petersilienwurzel hat die Pastinakenrübe einen ausgeprägten Rand um den Austrittsbereich der Blätter. Ihre Blätter sind ein- oder mehrfach unpaarig gefiedert mit bis zu elf auch mehrlappigen Einzelblättern mit gesägtem Rand. Ihre gelben Blüten stehen in 5- bis 20-strahligen Dolden. Der intensive, angenehme Geruch der ganzen Pflanze ist süßlich, etwas dem wilden Fenchel ähnlich.
Verwendung
Rüben der Pastinake
Der Geschmack der vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig, an Karotten und Sellerie erinnernd, ähnlich dem der Petersilienwurzel, nur milder. Sie lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Pürierte Pastinake wird als Baby-Gemüsebrei in Gläschen verkauft. Pastinaken sollten nicht zu dunkel angebraten werden, da sie sonst einen bitteren Geschmack bekommen. Auch zu lange Lagerung kann Bitterkeit hervorrufen.
Zu den Klassikern der englischen Küche gehört Pastinakenpüree, Mashed parsnips, das ebenso wie Kartoffelpüree zubereitet wird, jedoch wesentlich aromatischer ist. Es begleitet traditionell gebratenes oder gegrilltes Fleisch.
Ihres hohen Stärkegehalts wegen wurden Pastinaken früher auch zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt. Aus ihrem Saft lässt sich ein dickflüssiger Sirup kochen, der als Brotaufstrich und Süßmittel diente.
Die Blätter der Pastinake können, ähnlich wie Petersilie, als Würzkraut verwendet werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pastinaken
Okras
Die Okra, auch Gemüse-Eibisch, ist eine Art aus der Familie der Malvengewächse. Sie ist eine aus dem Hochland Ostafrikas, genauer aus Äthiopien, stammende Gemüsepflanze.
Beschreibung
Der Strauch erreicht Wuchshöhen von bis zu 2,50 Meter. Er hat gezähnte Blätter und große gelbe Blüten. Die Früchte oder Schoten werden 10 bis 20 Zentimeter lang. Die Schale ist hell- bis dunkelgrün mit einem feinen Flaum. In den im Querschnitt sechs- bis achteckigen Okraschoten befinden sich weiße Samen.
Verwendung in der Küche
Die Okra ist eine der ältesten Gemüsepflanzen. Sie wurde schon vor mindestens 3000 Jahren von den Ägyptern an den Ufern des Nils kultiviert, angebaut wird sie aber wohl schon seit 4000 Jahren. Heute ist sie fast auf der ganzen Welt als Gemüsepflanze verbreitet. In die USA gelangte sie beispielsweise im Zusammenhang mit dem Sklavenhandel. Das Wort „Okra“ ist einer westafrikanischen Sprache entlehnt, vermutlich dem Igbo oder dem Akan.
Die wichtigsten Anbauländer sind Indien, Pakistan und Nigeria. Als Gemüse werden die kalorienarmen und geschmacklich an grüne Bohnen (Fisolen) erinnernden Schoten der Okra gegessen. Es wird vor allem im arabischen, afrikanischen und asiatischen Raum verwendet, es ist aber auch im Nordosten von Brasilien, den Südstaaten der USA, der Karibik, in der Türkei und in Griechenland sehr beliebt. Sie werden z. B. in einem kreolischen Eintopf, dem Gumbo, verwendet, können aber auch als normales Gemüse gereicht werden. Der Geschmack ist neutral, mild bis herb.
Beim Kochen geben sie eine schleimige Substanz ab, die sich zum Eindicken von Speisen eignet. Hat man kein Interesse daran oder möchte man sogar auf die schleimige Substanz verzichten, kann man entweder die Okras 5 Minuten in Essigwasser blanchieren (vorher Spitze kappen und Stielansatz entfernen) und danach mit kaltem Wasser abschrecken oder die Okras vor der Verarbeitung 1–2 Stunden ganz in kaltem Zitronenwasser wässern.
Getrocknete Okra-Stücke werden auch zum Binden von Ragouts oder Saucen benutzt, indem man sie einfach mitkochen lässt.
Die reifen Samen der Früchte können auch geröstet gegessen oder als Kaffee-Ersatz verwendet werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Okra
Zuletzt bearbeitet am 13.08.2008 23:08:14, insgesamt 1-mal bearbeitet _________________
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am 20.08.2008 um 22:22:44 Uhr | Titel: Re: Exotisches Obst und Gemüse - Wissenswertes
Litschi
Der Litschibaum ist in Südchina beheimatet; er wird dort schon seit etwa 1000 v. Chr. gezüchtet. Heute wird der Litschibaum weltweit in den subtropischen Klimazonen angebaut, unter anderem in Taiwan, Indien, Thailand, Südafrika, Madagaskar, Australien, Israel, Mexiko und den USA.
Der Litschibaum ist ein immergrüner Baum, der etwa 15 bis 20 Meter hoch wird. Er ist sehr frostempfindlich und kann deshalb in Mitteleuropa nicht im Freien gedeihen. Ein einzelner Baum kann jährlich 100 bis 200 kg Früchte tragen. Die ebenfalls sehr kälteempfindlichen Früchte haben einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Die dünne, außen sehr raue Schale ist rosa oder rötlich gefärbt und wird bei älteren Früchten bräunlich. Sie wird erst nach der Ernte hart. Das Fruchtfleisch ist durchscheinend perlmuttfarbig, fest, saftig, süß und duftet sehr stark. Es enthält einen glatten Samen, der ungenießbar ist. Der Geschmack der Litschi hängt stark vom Reifegrad ab. Überreife Früchte haben sehr viel Geschmack, während unreife Früchte relativ geschmacklos sind.
Papaya
Papaya (auch Melonenbaum oder Papayabaum genannt) ist eine tropische Staude, die zur Familie der Melonenbaumgewächse gezählt wird.
Die Pflanze wird oft fälschlicherweise als Baum bezeichnet, weil sie einen baumartigen Habitus hat. Die Papaya stammt ursprünglich aus dem Tiefland und Küstenregionen des tropischen Amerikas, ihr Name aus der Sprache der Arawak-Indianer. Heute wird sie weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert.
Unreife Früchte können wie Gemüse verarbeitet werden und werden unter anderem für Chutneys, Currys, und Salsas verwendet.
Das reife Fruchtfleisch hingegen schmeckt angenehm süßlich, mit etwas Zitronensaft und Zucker oder Ingwer wird der Geschmack noch verstärkt. Auch die Kerne der Papaya sind essbar; sie haben einen scharfen Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert.
Die Frucht muss beim Kauf gelbliche Streifen oder Flecken haben, dann reift sie auch noch vollständig nach. Mit anderen Worten: Hat sie noch nicht angefangen zu reifen (= komplett grün), dann reift sie auch nicht und bleibt grün. Es sollte also beim Kauf unbedingt auf die nötige Reife geachtet werden. Diese kann man an der Farbe (gelb oder rot, nicht grün) und vor allem an der Festigkeit erkennen: je leichter sich die Frucht mit dem Finger eindrücken lässt, desto reifer. Die Frucht ist niemals "überreif" (außer wenn sie zu gären beginnt), extrem weiche Exemplare zeichnen sich durch einen besonders intensiven und süßen Geschmack aus; lediglich der Einsatz als Dekor kann durch die mangelnde Festigkeit problematisch werden. Dafür ist sie übrigens bestens geeignet, da sie an der Luft kaum oxidiert.
Mango
Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Gebiet zwischen dem indischen Assam und Myanmar und ist im tropischen Regenwald zuhause, kommt heute aber als Kulturpflanze in weiten Teilen der Welt vor. Indien gilt mit einer Produktion von 9,5 Millionen Tonnen im Jahr immer noch als Hauptproduzent von Mangofrüchten.
In Europa werden die Bäume hauptsächlich in Spanien kultiviert, hier vor allem an der Costa del Sol und auf den kanarischen Inseln.
Die Anzucht ist schwierig, wird aber unter Hobbygärtnern immer beliebter.
Mangofrüchte werden zum Obst gezählt. Es gibt inzwischen über 1.000 Mangosorten, die sich in Form, Größe und Geschmack unterscheiden. Die Früchte werden zu Saft, Kompott, Marmelade und Eiscreme verarbeitet, finden jedoch auch in herzhaften Chutneys Verwendung. In Europa werden Mangos seit einigen Jahren regelmäßig angeboten, obwohl sie druckempfindlich sind und daher für den Handel ein schwierig zu handhabendes Obst darstellen. Die Reife einer Frucht kann man daran erkennen, dass sie duftet und auf Druck leicht nachgibt. Mangos sind vollreif, wenn auf der Frucht kleine bis mittelgroße schwarze Punkte zu erkennen sind.
In Asien werden die unreifen Früchte auch als Gemüse gegessen.
Kumquats
Die Kumquats, auch irreführend als Zwergorangen bezeichnet, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Rautengewächse. Sie sind eng verwandt mit den Zitruspflanzen, die ebenfalls zu den Rautengewächsen zählen. Die Früchte der Kumquat sind pflaumenförmig und von höchstens 4 cm Länge mit gelb-orangefarbener Schale.
Die Frucht wird in der Regel mit Schale und Kernen gegessen; die Schale schmeckt eher herb-süßlich, das Fruchtfleisch sauer. Durch kurzes Rollen zwischen den Fingern oder in der Hand wird die Schale weicher, entfaltet ihren Duft und nimmt einen süßeren und weniger bitteren Geschmack an. Sie variiert in ihrer Farbe von dunkelorange bis goldgelb. Das säuerlich schmeckende Fruchtfleisch ist in fünf bis sechs Segmente aufgeteilt, die relativ große, essbare Kerne enthalten.
Kumquat-Früchte sind reich an Vitamin C und enthalten viel Kalium und etwas Kupfer.
Die Kumquat wird in Europa meist zur Dekoration verwendet. Des Weiteren schmeckt sie vorzüglich getrocknet.
Feinschmecker schätzen die Kumquatfrucht – ob ihres fruchtig-herben Geschmacks – auch eher eingelegt in (zum Beispiel) Rum. Ebenso kann die Kumquat zu Marmelade oder einer Art Kompott verarbeitet werden.
Quelle: Wikipedia
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