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Saison-Thema: Rund ums Waffeleisen - Wissenswertes

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KleineHexe

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verfasst am 10.04.2008 um 09:09:04 Uhr | Titel: Saison-Thema: Rund ums Waffeleisen - Wissenswertes

Waffeln sind in ihrer einfachsten Form (Oblate) ein im wesentlichen aus Mehl und Wasser bestehendes, rundes flaches und knuspriges Gebäck, das zwischen zwei heißen Eisen (Waffeleisen) gebacken wird. Es gibt zahlreiche, durch Form und Rezeptur unterschiedliche Variationen.

Neben den oft gewerblich (z. B. auf Jahrmärkten) oder in Supermärkten verbreitet angebotenen dicken, weichen, rechteckigen Brüsseler Waffeln aus Butterteig mit ihrem charakteristischen Tiefgravurmuster, sind im Handel für den Einsatz im Privatbereich auch Backgeräte für runde, flache oder segmental herzförmige Weichwaffelformen erhältlich. In traditionellen Zangenwaffeleisen hergestellte Waffeln werden mancherorts auch Eisen- oder Eiserkuchen genannt.

Aufgrund der Rezeptur haben Weichwaffeln auch ohne Beigaben wie Puderzucker, Sahne oder Früchte einen ausgeprägten Eigengeschmack. Oblatenähnliche Waffeln hingegen sind trocken und eher geschmacklos, sodass sie entweder als Beilage oder Dekoration für Eisdesserts verwendet oder zu cremegefüllten Endprodukten wie Waffelschnitten weiterverarbeitet werden.

Waffelgebäck wird handwerklich mittels Waffeleisen oder industriell auf gas- oder elektrisch beheizten automatischen Waffelbackmaschinen oder Waffelbackanlagen hergestellt. Bei der maschinellen Herstellung erfüllen miteinander zu einer Kette verbundenen gravierte Backplattenpaare, die einen Backofen durchlaufen, die Funktion der Waffeleisen.

Waffeln gibt es unter anderem als cremegefüllte Flachwaffeln (z. B. die in Österreich beliebten Manner-Waffelschnitten) oder Hohlwaffeln (z.B. kugelförmige, gefüllte und bestreute Produkte wie von Ferrero, die aus zwei Waffelhalbkugeln zusammengesetzt werden), als Waffelbecher oder Waffelhörnchen (in Österreich „Eistüten“, „Stanitzel“ oder „Stanitzl“) zum Aufnehmen von Speiseeiskugeln, als Waffelröllchen oder als Hohlhippe.

Die Tradition der Weichwaffeln stammt aus den Niederlanden und Belgien und breitete sich von dort in Europa aus. Das Wort Waffel kommt aus dem Niederländischen und bedeutet soviel wie ein Gebäck. Waffeleisen sollen auch in Wikingergräbern gefunden worden sein.


Eine regionale Besonderheit im Bergischen Land sind die Bergischen Waffeln (Herzwaffeln). Die Waffelback-Tradition in Westfalen lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Da Waffeln früher ein Luxusgut waren, gab es sie nur zu bestimmten Brauch- und Festzeiten, u. a. zu Neujahr. Im Saarland sind aus dem gleichen Grund in der Weihnachtszeit Zimtwaffeln ein traditionell beliebtes Gebäck. Zimtwaffeln werden dort sowohl gewerblich als auch in den Haushalten hergestellt. Die Rezepturen wurden oftmals in jahrelanger Tradition innerhalb der Familien weitergegeben.

In belgischen Städten gibt es vielerorts kleine Läden oder Stände, in denen vor den Augen der Kunden Lütticher Waffeln gebacken werden. Diese bestehen aus einem reichhaltigen Hefeteig mit Perlzucker.

Waffeln werden häufig mit weiteren Zugaben angereichert. Beliebte Varianten sind das bestreuen mit Puder- bzw. Staubzucker, Schlagsahne, Erdbeeren oder Kirschen. Die Früchte werden häufig als heißes Kompott zu Waffeln gereicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Waffeln

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KleineHexe

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verfasst am 18.04.2008 um 18:16:58 Uhr | Titel: Re: Saison-Thema: Rund ums Waffeleisen - Wissenswertes

Traditionelle Waffeleisen

Wie der Name schon vermuten lässt, bestehen sie aus dicken Eisenplatten. Die Außenseite ist glatt, die Innenseite hat ein durchstrukturiertes Waben- oder Dreiecksmuster, als Negativmatritze für die künftige Waffelform. Es werden immer zwei Eisen benötigt, ein Unterteil und ein darauf passendes Oberteil, darum heißt es bei dieser traditionellen Form auch nicht „das Waffeleisen“ sondern „die Waffeleisen“. Oft sind beide Teile mit einem Scharnier miteinander verbunden und mit zwei angelöteten Stäben als Griff ausgestattet (sog. Zangenwaffeleisen). Für die Verwendung direkt über dem Herdfeuer gab es runde Waffeleisen, welche sich mit Handgriffen in die Öffnung der gusseisernen Herdplatte einsetzen und um ihre horizontale Achse drehen ließen. Mittels Adapterringen in verschiedenen Größen konnte man die Herdöffnung je nach Bedarf verändern - für Waffeleisen, Töpfe oder Kessel.
Waffeleisen wurden in alter Zeit vom Dorfschmied angefertigt und trugen oft als Verzierung oder auch als Waffelform regional unterschiedliche religiöse oder traditionelle Symbole oder Darstellungen.


Benutzung

Beide Eisen werden zunächst im Herdfeuer oder Ofen erhitzt. Nach ein paar Minuten holt man sie mit einem Haken oder einer Zange aus dem Ofen heraus und fettet die Innenflächen etwas mit Butter oder Pflanzenfett ein. Dann gibt man den Waffelteig auf das Unterteil und legt das Oberteil oben drauf. Nach ein paar Minuten ist die Waffel fertig gebacken, und man nimmt sie aus den Waffeleisen heraus. Die Eisen legt man zum erneuten Erhitzen zurück in den Ofen.



Moderne Waffeleisen

Durch den gleichen verwandten Zweck nennen sich heute auch elektrisch betriebene Waffelbackgeräte ebenfalls Waffeleisen. Diese produzieren Waffeln in meist runder Form mit herzförmigen Segmenten. Elektrische Waffeleisen werden über ein Thermostat geregelt ständig beheizt, was die Herstellung von Waffeln erheblich erleichtert.

Größere Gastronomiegeräte eignen sich im speziellen auch für Brüsseler Waffeln oder Bergische Waffeln. Je nach Größe des Gerätes gibt es auch Waffeleisen mit einer gasbetriebenen Heizung. Diese Modelle sind im Privatgebrauch jedoch eher selten zu finden.

Anders als bei traditionellen Waffeleisen, heißt es laut Duden bei den modernen Geräten „das Waffeleisen“.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Waffeleisen“


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