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Bier oder Wein?

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Trigger

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verfasst am 03.07.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Bier oder Wein?

Neuere Untersuchungsergebnisse liefern durchaus Belege dafür, dass sowohl Wein als auch Bier gut für die Gesundheit sein können. Erst kürzlich haben Forscher vom International Centre for Health and Society am University College in London tschechische Biertrinker untersucht. Dabei zeigte sich einem Bericht der Fachzeitschrift „British Medical Journal" zufolge, dass diejenigen, die vier bis neun Liter Bier pro Woche tranken, und dies verteilt über alle oder fast alle Tage der Woche, das geringste Infarktrisiko hatten. Die Studie erbrachte aber auch Hinweise darauf, dass dieser positive Effekt verloren geht, wenn man mehr Bier trinkt.

Am „Institut für Rehabilative und Präventive Sportmedizin" der Universität Freiburg wiederum wurde vor kurzem eine Studie abgeschlossen, die eine positive Wirkung von Weininhaltsstoffen auf die Entwicklung der Arteriosklerose belegte. „Wir konnten zeigen, dass moderates Weintrinken u. a. den Blutdruck absenkt und auch den Zuckerstoffwechsel positiv verändert", erklärte der Sportmediziner Dr. Joseph Keul. Weitere positive Effekte zeigten sich bei der Blutgerinnung. Als wahrscheinlich positivsten Effekt des Weins hinsichtlich der Arteriosklerose bezeichnete Keul die Absenkung des gefäßschädlichen LDL-Cholesterins und die Erhöhung des gefäßfreundlichen HDL-Cholesterins.

Eine eindeutige Lanze für den Weißwein bricht die von Prof. Dr. K. Jung an der Johannes-Gutenberg-Universität durchgeführte sogenannte „Mainzer Weinstudie". Ihrzufolge ist Weißwein (trocken ausgebaut) in seiner kardioprotektiven Wirkung dem Rotwein durchaus ebenbürtig, bei manchen Parametern (wie Verbesserung der Elastizität der Aorta oder Reduzierung des Thromboserisikos) sogar noch überlegen.

Allerdings macht Trinken allein noch keinen gesunden Lebensstil aus. Der Sportmediziner ist deshalb überzeugt, dass die Kombination von etwa einem Viertel Wein, fettreduzierter Ernährung und Sport die Lebenserwartung noch deutlicher erhöhe. „Es ist dabei gleichgültig, ob es sich um Weiß- oder Rotwein handelt." Ab einer Menge von rund täglich 40 Gramm Alkohol kehrten sich allerdings alle positiven Effekte ins Gegenteil um, betonte Keul. Dänische Forscher vom Institut für Präventivmedizin der Universität Kopenhagen haben kürzlich nach einem Bericht in „Annals of Internal Medicine" Studienergebnisse vorgelegt, wonach mäßiger Weinkonsum das Risiko verringert, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsformen zu erkranken. Diese Ergebnisse basieren immerhin auf einer Untersuchung von 13.000 Männern und 11.500 Frauen, die zwischen 1964 und 1995 durchgeführt wurde. Studienteilnehmer, die moderat Alkohol konsumierten und sich dabei vor allem an Rotwein hielten, so die dänischen Wissenschaftler, lebten insgesamt länger als Totalabstinenzler.


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"Geld regiert die Welt. Danach sieht sie auch aus."



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