weintester
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verfasst
am 01.07.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Buchrezension: Die letzten Henker
Die letzten Henker
Er sitzt am Küchentisch, raucht, trinkt und erzählt. Erzählt von seiner Tierliebe und tiefem Gottesglauben. Erzählt, wie er getötet hat, Aug in Aug, immer wieder. Jens Becker und Gunnar Dedio haben sich nach aufwändiger Recherche diesem Spannungsbogen ausgesetzt. Entstanden sind Buch und Film zu einem Tabuthema europäischer Geschichte. Staatliches Töten ist nicht öffentlich. Die Vollstrecker sind unsere Nachbarn. Die Geschichten der Henker sind fesselnd, rühren an und stoßen ab. Ich ertappe mich als Voyeur. Nach 250 Seiten in drei Nächten bleiben Fragen nach der Beständigkeit eigener moralischer Werte.
Keine leichte Strandlektüre. Lesen und weitergeben!
Becker / Dedio, Die letzten Henker
Das Neue Berlin 2002
www.henker.tv
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