gitanes
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verfasst
am 01.07.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Die portugiesische Küche
Vieles erscheint kleinräumig, die Landschaft ein Mosaik, die Menschen so mannigfaltig wie die Regionen, ihre Küche so unterschiedlich wie die Fruchtbarkeit des Bodens und der Fang der Fischer aus Meer und Fluss. Trotz der allumfassenden Vorliebe der Portugiesen für den luftgetrockneten Kabeljau, die dampfenden Fischtöpfe, für gebratene Spanferkel und für zuckrige Eierspeisen, trotz einer fast landesweiten Vorliebe für Olivenöl und Knoblauch, blieb die Regionalküche nach alten Familienrezepten erhalten. Sie ist fantasievoll, variantenreich, zuweilen sogar wagemutig in ihren Kompositionen.
Gewöhnlich essen Portugiesen nach dem kargen Frühstück noch zwei warme Mahlzeiten.
Mittagessen gibt es in der Regel von 12 Uhr 30 bis 14 Uhr.
Abendessen ab 20 Uhr. Die Portugiesen gehen gerne und oft in Gesellschaft auswärts essen. In jedem Restaurant werden einem unaufgefordert Brot, Butter und Oliven gebracht.
Je nach Güte des Restaurants werden auch Käse, Schinken und andere Kleinigkeiten gereicht. Je weiter nördlich man sich befindet, desto mehr wird angeboten. Wer davon nichts verzehrt, sollte beim Bezahlen darauf achten, daß er es auch nicht bezahlt. Die Essensportionen fallen in der Regel gross aus. Vielleicht sollten Sie deshalb auf eine zusätzliche Vorspeise verzichten, um so eine der köstlichen portugiesischen Nachspeisen zu versuchen, wie den Sahnekuchen (tarte de natas), oder den Mandelkuchen (tarte de amendoa).
Zu den bekanntesten Hauptgerichten Portugals gehören das "Carne de Porco á alentejana", das Schweinefleisch mit Muscheln, das "Leitão assado", Spanferkel und die verschiedenen Arten der Cataplanas der Algarve. Besonders vielfältig ist entlang der Küste das Angebot fangfrischen Fisches, der einfach gegrillt mit Kartoffeln oder Reis und Salat angeboten wird.
Das Angebot an Meeresfrüchten ist vielfältig und stets frisch, aber nicht immer und überall preiswert. Meist werden Kilopreise angegeben. Probieren sollten Sie Reis mit Meeresfrüchten (arroz do marisco), oder den Eintopf aus dem Kupferkessel, mit Muscheln, Würstchen, Schinken, Knoblauch und Zwiebeln (amêijoas na cataplana). Fleischesser sind mit Hühner-, Schwein-, Lamm- und Kaninchenfleisch besser beraten als mit Rind.
Überall bekommt man Kabeljau (Bacalhau) angeboten, der mit allerlei Gemüsen (com todos), Zwiebeln, Kartoffeln und Oliven (à Brás) oder mit Tomaten, Petersilie und Wein (dourada) zubereitet wird.
In einfachen Restaurants sind die Beilagen zum Hauptgericht entweder Salzkartoffeln, Pommes Frites oder Reis, dazu eine kleine Salatgarnitur oder eine Gemüsebeilage, von denen man jedoch keine große Raffinesse erwarten darf.
Weitere Spezialitäten:
Caldeirada Fischeintopf
Caldo verde (Kohlsuppe mit Wursteinlage)
Carne de porco á Alentejana (Schweinefleisch mit Muscheln)
Leitao assado (Spanferkel) der in der Regel kalt gegessen wird
Cabrito assado (Zickleinbraten)
Feijoada (Bohneneintopf)
Açorda de marisco (Brotbrei mit Meeresfrüchten)
Portugal ist das vergessene Weinland Europas. Als die Engländer mit Frankreich im Krieg lagen, versiegte die Bezugsquelle für Wein und England suchte Ersatz. Am Douro wurde man fündig und so konnte dort aufgrund des guten Absatzmarktes die Weinproduktion aufblühen. In vielen Regionen wie am Douro, im Alentejo und in der Estremadura herrscht Aufbruchstimmung. Immer neue großartige Weine werden angeboten und finden schnell ihre Liebhaber. Hier muss sich noch zeigen wie viel der großen Tradition der Moderne weichen muss. Der Zug ist unaufhaltsam Richtung Erfolg unterwegs.
Portugal wird die Weinwelt in den nächsten Jahren noch überraschen. Seine Weine werden ihren festen Platz in den Kellern der Weinfreunde finden. Portugal hat mehr zu bieten als nur Portwein.
Jedes Restaurant führt einen Hauswein (vinho da casa), entweder als Weisswein (vinho branco) oder Rotwein (vinho tinto).Dieser Hauswein ist meist von guter Qulität, nicht teuer und hat den Vorteil, dass Sie sich nicht mit der Weinkarte auseinandersetzen müssen.Selbst für Kenner sind die portugiesischen Namen auf der Weinkarte ein Buch mit sieben Siegeln.
Besonders beliebt sind die Weine aus dem Alentejo, das weite Land nördlich der Algarve. Dessen Rotweine sind sie so fruchtig, rund und elegant, mit viel Körper. Zu empfehlen sind Weine aus den Anbaugebieten von Borba, Redondo, Reguengos und Vidigueira.
Übrigens, die Jahrgänge 1999 und 2000 sind von ausgezeichneter Qualität: Die Alentejo Weine
http://algarve-magazin.com/Allgemein/Kulinarisch/index.shtml
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