Trigger
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verfasst
am 27.06.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: warum manche Menschen die scharfen Gewürze so lieben...
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das seine Speisen gern würzt.
Dabei fällt auf, dass schärfere Gewürze immer beliebter werden, je weiter man nach Süden in heißere Länder kommt.
Dabei gehören die Chilischoten zur Grundausstattung der Volksernährung.
Ein australischer Wissenschaftler hat herausgefunden, warum manche Menschen die scharfen Gewürze so lieben. Der Wirkstoff von Chilli ist das Capsaicin, von Pfeffer das verwandte Piperin. Sie bringen den Mund zum Brennen und treiben uns die Tränen in die Augen. Warum setzen sich Menschen nun freiwillig dieser unangenehmen Schärfe aus? Nun, was wir als Schärfe empfinden ist in Wirklichkeit ein Schmerzeindruck. Durch die Schmerzen der Schärfe werden körpereigene Opiate freigesetzt, die sogenannten Endorphine. Sie erzeugen ein Gefühl von Zufriedenheit und Glück. Dies erklärt, weshalb es Menschen gibt, die regelrecht süchtig nach scharfem Essen sind. Dass allerdings in vielen Staaten der Dritten Welt generell extrem scharf gegessen wird, hat noch einen weiteren Grund: Scharfstoffe wie das Capsaicin bekämpfen Darmparasiten. Piperin, der Scharfstoff des Pfeffers, ist ist eins der stärksten Insektengifte. Insofern ist diese Gepflogenheit bei Fehlen entsprechender Arzneimittel durchaus sinnvoll.
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