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Brotpflege

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Trigger

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verfasst am 18.06.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Brotpflege

"Brot ist ein lebensmittel und alle Lebensmittel müssen (richtig!) aufbewahrt werden - natürlich auch Brot. Das Trockenwerden können Sie zwar beim Brot nicht verhindern, aber zumindest entscheidend hinauszögern, indem Sie Brot und Brötchen richtig behandeln und richtig lagern, es pflegen - so wie dies auch bei anderen Lebensmitteln selbstverständlich ist (oder kämen Sie etwa auf die Idee, von einem Schnitzel zu verlangen, dass es sich bei Zimmertemperatur eine Woche lang hält?). Richtige Brotpflege wird jedoch (leider) meistens noch immer recht klein geschrieben. Die optimale Genussfähigkeit von Brot, seine Frischhaltung, können Sie positiv beeinflussen, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

· Roggensorten eignen sich besser zur Lagerung als Weizensorten. Höhere Roggenanteile lassen die Krume länger saftig bleiben und verbessern so die Frischhaltung. Daher sind auch Roggenmischbrote und roggenhaltige Brötchen länger lagerfähig als Weizensorten.
Also: Weizenhaltiges Brot und Kleingebäck öfter und in kleineren Mengen beschaffen als roggenhaltige Sorten.

· Schrothaltige Sorten (insbesondere aus grobem Schrot) sind besser lagerfähig als Brote und Brötchen aus Mehl.

· Brot, das knusprig bleiben soll, muss "atmen". Kleinere Mengen sind in
Steinguttöpfen, Brotkästen, belüfteten Brotfächern oder Regalen gut aufgehoben.

· Auch Brötchen am besten luftig lagern: In durchlässigen Tüten, Netzen, Körben. Ihre "Rösche" hält sich so am längsten.

· Wichtigste Vorbeugemaßnahmen gegen Schimmelinfektion und -wachstum ist Sauberkeit: Alte Brotreste und Brotkrümel entfernen,alle 2 Wochen mit einer Essiglösung (1 Teil Essig, 9 Teile Wasser) reinigen und anschließend
sorgfältig trocken reiben, dann kann eigentlich gar nichts mehr passieren.

· Geschnittenes Brot hält sich am besten verpackt. Ein Austrocknen kann man so vermeiden.

· Brot gehört nicht in den Kühlschrank. Denn bei Temperaturen von 3 bis 5° C werden Brot und Brötchen schneller altbacken. Übrigens gilt das gleiche für ungeheizte Räume im Winter.

· In der Gefriertruhe oder Tiefgefrierfächern kann Brot einige Wochen lang lagern.

· Zum Tiefgefrieren von Brot eignet sich möglichst ofenfrische Ware, die möglichst schnell auf mindestens -18°C herabzukühlen ist. Das Auftauen geschieht bei Raumtemperatur, am besten über Nacht.

· Wenn Sie Brötchen selbst tiefgefrieren wollen, beachten Sie bitte, dass Brötchen ofenfrisch und rasch gefrostet werden müssen. Reicht Ihre Tiefgefrierkapazität dazu nicht aus, kann es leicht zu unbefriedigenden Ergebnissen kommen. Lassen sie sich dann lieber die gefrostete Ware tiefgekühlt vom Lieferanten anliefern.

· Zum Auftauen genügen 4-5 Minuten bei 200° im Backofen, damit die Kruste wieder rasch knusprig wird.



(aus: vgl. Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung e.V. (Hrsg.): Kleines Brot-Brevier; Bonn, o.A.)
_________________
"Geld regiert die Welt. Danach sieht sie auch aus."



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