Annette
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verfasst
am 26.05.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Am Anfang war das Feuer......
Fleisch über dem Feuer zu rösten ist eine uralte Methode der Nahrungszubreitung, sie wurde schon vor 300.000 Jahren von unseren Vorfahren praktiziert. Das beweisen unter anderem die versteinerten Fleischreste in der Holzkohle alter Feuerstellen. Die von Forschern entdeckten ältesten Grillstellen bei Peking und in Frankreich zeigen außerdem, dass auch damals schon auf heißen Steinen gegrillt wurde.
Mittlerweile sind wir auf das Feuer nicht mehr angewiesen – jetzt grillen wir zum Spaß, und unter freiem Himmel packt uns die glühende Leidenschaft: Allein in Deutschland werden jährlich rund drei Millionen Grills verkauft!
Kein Wunder, denn schließlich beinhaltet Grillen immer noch ein kleines bisschen Abenteuer. Das gefährliche Feuer beherrschen, rohes Fleisch über der Glut wenden – nicht umsonst ist der Grillrost meistens Männersache. Damit müssen Frauen eben leben, das war schon immer so.
Am Grillgut selbst hat sich allerdings einiges geändert. Zur grauen Vorzeit hingen wohl Elche und Nashörner über dem Feuer, und während die Ägypter bei ihren frühen Grillpartys noch Hyänen und Krokodile servierten, wurde bei den Römern schon die erste Bratwurst aufgetischt. Natürlich von Sklaven serviert, denn viele tausend Jahre lang war das Grillen nur den Wohlhabenden vorbehalten. Schließlich tropfte dabei wertvolles Fett ungenutzt ins Feuer! Überhaupt stand Fleisch bis Ende des 19. Jahrhunderts nur selten auf dem Speiseplan des niederen Volkes. Mit Ausnahme der Barbecue-Erfinder in Amerika. Dort grillten sich die Trapper im 17. Jahrhundert öfter mal einen ganzen Bison Barbe-à-queue, vom Bart bis zum Schwanz.
Heutzutage ist erlaubt, was schmeckt: Fleisch, Fisch, Gemüse – alles kann, nichts muss.
Quelle: KCCS
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LG Annette |