Die Cajun und ihre Küche
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cajun
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verfasst
am 09.05.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Die Cajun und ihre Küche
Etwas Geschichte (gehört dazu)
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Die Cajuns sind die Nachkommen von ca. 18.000 französischen Bauern, die Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts aus Frankreich nach Kanada (Nova Scotia) einwanderten. Sie wurden Acadians genannt. La Cadie hieß die 1604 für die Franzosen entdeckte Kolonie. Daraus wurde L’Acardie, Acadia, Cadiens bzw. Acadiens und schließlich Cajuns (sprich Kedschns). Als die Briten das Land übernahmen, wurden ihnen die Eigenständigkeit ihrer Kultur im Vertrag von Utrecht (1713) garantiert.
Akadier entdecken den Mississippi und fahren stromabwärts bis zur Mündung.
1682 benennt La Salle die den Strom umgebenden Gebiete zu Ehren Ludwigs XIV, Louisiana.
Ein fatales Verständigungsproblem wurde der Auslöser für die Vertreibung und Deportiation 1785 durch die Briten. Es überlebeten ca. 1600 Menschen. Sie ließen sich in Louisiana nieder. Sie besiedelten die Sümpfe, Marschen und Bayous. Und hier lebt immer noch die größte französisch sprechende Minderheit der Vereinigten Staaten von Amerika.
Wenn jemand wissen möchte, wie ein Cajun aussieht: Madonna soll noch jede Menge Cajun-Blut in ihren Adern fließen haben...
Ihre Musik, die jeden mitreißt und keinen auf dem Stuhl sitzen läßt, gilt als die ursprünglichste der Vereinigten Staaten. Bekannt geworden ist sie durch den Film „ The Big Easy“.
Die wohl bekannteste und größte Stadt Lousiana‘s ist New Orleans. Sie ist, was in den Staaten häufig vorkommt, die Stadt mit der größten Einwohnerzahl, aber nicht die Hauptstadt, das ist Baton Rouge.
Die Küche (meine heimliche Liebe)
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Die Cajun-Küche gewinnt immer mehr an Popularität. Über ganz Amerika verteilt kann man sie genießen. Die Küche entwickelte sich inszwischen vielfältig, wobei französische, spanische, deutsche, afro-karibische und andere Einflüße zusammentrafen. Aber man macht sich auch Sorgen Sorgen um ihren Ruf: “Diese Inflation an Cajun-Lokalen, die nun überall eröffnet worden sind, kann auch unseren Ruf schädigen, denn Tabasco-Soße macht noch kein Cajun food und die Schärfe allein sowieso nicht.“
Denn die Jambalaya’s, Gombos und Boudin-Würste usw. sind scharf gewürzte Mischungen – wie überhaupt die Cajun-Küche „hot“ ist.
Wichtige Basis der Gerichte ist eine Mehlschwitze, die roux, die in einem gußeisernen Kessel bereitet wird.
Jambalaya ist ein Eintopf mit Reis und Bohnen, die einst als typische Mahlzeit der Sklaven und armen Weißen galten.
Im Gumbo, bei dem auch aus Westafrika eingeführtes Okra-Gemüse verwendet wird, findet all das zusammen, was gerade vorrätig ist: Hühner- und Entenfleisch, geräucherte Wurst, Kaninchen und Wild. Im Seafood gumbo werden Krebse oder Krabben, gelegentlich beides, verwandt, und stets Cayenne-Pfeffer, Chili- und Pfeffer-Schoten, manchmal, etwa beim Gumbo filé, auch das lorbeerähnliche Sassafras. Die sauces piquantes sind ein afro-karibisches Relikt und den tropischen Temperaturen angepaßt, da schweißtreibend.
Boudin-Würste beinhalten eine scharf gewürzte Mischung aus Schweinefleisch und Reis und schmecken sehr gut z.B. im Poché Meat Market and Restaurant in Poché Bridge westlich des Interstate 10 bei Breaux Bridge unweit Lafayette.
In den Freiluftküchen von Cajun Country gehört gator food (= Alligatorenfleisch) längst zu den Standardgerichten
Inzwischen werden viele Seafood-Gerichte angeboten, eine logische Folge der reichen Fanggründe von Louisiana in Flüssen, Bayous und dem Golf von Mexiko. Vor allem der Crawfish (Langusten) gehört zu den Favoriten, allerdings erst seit Mitte der 50er Jahre, nachdem er vorher auch als mudbug (Schlammkäfer) bezeichnet wurde. Auf den Speisekarten findet man Crawfish etouffée, Crawfish au gratin, Crawfish boudin und Crawfish pizza.
Nachdem die Jagd auf Alligatoren wieder freigegeben wurde, trägt auch dieses Tier in vielerlei Variationen zum kulinarischen Angebot in Cajun Country bei: Das delikate Fleisch, das ehemals nur den Trappern in den Wäldern an den Bayous mundete, findet für Soßen, Suppen, gebacken oder als Gator etouffée Verwendung. In den Freiluftküchen während der Feste zählt gator food längst zu den Standardgerichten.
Einer der bekanntesten Küche der neuen Cajun-Küche ist Paul Prudhomme, der der urheber meines etwas abgewandelten "Tomato Cream Chicken"-Rezeptes ist.
Es ist eine durchweg leckere Küche, aber nichts für „Weicheier“ 
Bon Appetit !
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am 10.05.2003 um 14:56:33 Uhr | Titel: Re: Die Cajun und ihre Küche
danke, cajun,
da kam die antwort vor meiner frage " border=0 align='absmiddle'>
ich hab mich die ganze zeit gefragt, was cajun eigentlich bedeutet!
man lernt nie aus, kannte ich gar nicht!
LG cat " border=0 align='absmiddle'>
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cajun
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am 10.05.2003 um 15:46:53 Uhr | Titel: Re: Die Cajun und ihre Küche
Cat,
ist eine phantstische Küche - so man scharf liebt. Es gibt ja auch noch die Creolische Küche.Die ist feiner.
Muß mic h mal mit der auseinandersetzen. Sie kommt aus den Städten und von den gebildeten französichen Einwanderern.
Mal sehen, wenn ich Zeit finde.
LG Cajun
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chaos.cat
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am 10.05.2003 um 18:34:38 Uhr | Titel: Re: Die Cajun und ihre Küche
huhu cajun,
au ja, das ist bestimmt auch interessant mit der creolischen küche.
aber scharf ist schon mein fall, essen muss dreimal brennen: beim essen, beim trinken und noch einmal " border=0 align='absmiddle'> " border=0 align='absmiddle'>
LG cat
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cajun
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am 11.05.2003 um 09:20:10 Uhr | Titel: Re: Die Cajun und ihre Küche
" border=0 align='absmiddle'> Cat,
wenn Dir was zu scharf ist, dann trink Milch oder iß irgend etwas was Fett enthält. Das Enzym Capsaicin ist fettlösig aber hydrophob.
Damit erreicht man mit Wasser oder was besser schmeckt einem Gläschen Wein die genau entgegengesetzten Wirkung. " border=0 align='absmiddle'>
Ich mach's immer so, daß ich einfach Eis als Nachtisch serviere - natürlich kein Sorbet " border=0 align='absmiddle'> .
Für das letzte mal hab ich allerdings nur eine Lösung - was uns nicht tötet macht uns hart " border=0 align='absmiddle'> " border=0 align='absmiddle'> " border=0 align='absmiddle'>
LG Cajun
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am 11.05.2003 um 10:40:16 Uhr | Titel: Re: Die Cajun und ihre Küche
wie mit milch das schöne scharfe essen versauen " border=0 align='absmiddle'> neenee, wie du schon sagst, was uns nicht tötet, macht uns hart und ich esse gern scharf. mmmmmmh!!!!
LG
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