Monika1
Mitglied seit:
06.10.2004
Beiträge: 1656
Beitrag
melden |
verfasst
am 08.03.2005 um 00:00:00 Uhr | Titel: Leckere Leibwächter:Gewürze können heilen
Gewürze werden heute meistens wegen ihrer kulinarischen, nicht aber wegen ihrer medizinischen Vorzüge geschätzt. Zu Unrecht – denn wissenschaftliche Studien belegen ihre Heileffekte. So wirken die gelben Farbstoffe von Curcuma entzündungshemmend und anregend auf die Entleerung der Gallenblase.
Auf die blutzuckersenkenden Eigenschaften von Zimt stießen pakistanische und englische Forscher durch einen Zufall. Eigentlich wollte das Team um Richard Anderson nur die Auswirkungen von weit verbreiteten Lebensmitteln auf den Blutzucker untersuchen. „Doch dann entdeckten wir“, so Anderson, „dass Zimt-Apfelkuchen den Blutzuckerwert nicht etwa ansteigen ließ, sondern deutlich senkte.“ Salbei hemmt übermäßige Schweißbildung, lindert Rachen- und Zahnfleischentzündungen. Salbei – Tee hilft jedoch nur wenig, das die Hauptwirkstoffe der Pflanze nicht wasserlöslich sind. Zur innerlichen Anwendung eignen sich Präparate, zur äußerlichen die Salben und das ätherische Salbeiöl (verdünnt mit 5 Teilen Olivenöl) aus der Apotheke.
Bockshornklee steigert den Milchfluss stillender Mütter (im Unterschied zu den klassischen „Stillkräutern“ Anis und Fenchel), senkt den Blutzuckerspiegel und steigert die körperliche Ausdauer. Im Essen sind seine Dosierungen zu gering, und sein Tee schmeckt zu scharf und ist nur wenig wirksam. Es empfiehlt sich daher der mit Gerstenöl aktivierte Bockshornklee aus der Apotheke. Bei krampfartigen Magen-, Darm- und Gallestörungen hilft Rosmarin. Wer dessen ätherische Öle einatmet, wird wachsam und konzentriert. In einer japanischen Studie regte der Rosmarinwirkstoff Carnasolsäure sogar das Nervenwachstum an. Es macht demnach Sinn, einen Duftstein mit ätherischem Rosmarinöl ins Arbeitszimmer zu stellen.
Pfeffer ist scharf, und diese Eigenschaft hemmt das Schmerzempfinden. Die Apotheken bieten pfefferhaltige Salben und Auflagen gegen Rückenschmerzen und Neuralgien an. Innerlich angewendet mobilisiert Pfeffer die Kalorienverbrennung. Außerdem erkannten kanadische Wissenschaftler: Wer sich sein Mittagessen gehörig pfeffert, verspürt beim Abendessen weniger Appetit. Doch Vorsicht! In extrem hohen Dosierungen reizt der Scharfmacher die Magenwände.
aus der rheinischen Post
_________________
Liebe Grüße

...und immer Mensch bleiben!!
|