Trigger
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verfasst
am 02.12.2003 um 00:00:00 Uhr | Titel: Wissenswertes über Cola
Am 8. Mai 1886 hat ein amerikanischer Drogist namens John Styth Pemperton auf der Suche nach einem neuen Allheilmittel erstmals aus Wasser, Zucker, Kola -Nüssen, Coca-Strauchblättern und einigen bis heute (!) offiziell geheim gehaltenen (natürlichen) Aromastoffen ein Gebräu geschaffen, das letztlich nicht als Medizin gegen Abgeschlagenheit und Völlegefühl sondern als Erfrischungsgetränk einen unbeschreiblichen Siegeszug in über 160 Ländern der Welt antrat.
Im Zeitalter der Spurenanalytik und staatlichen Lebensmittelkontrollen dürfte die historisch gewachsene Geheimniskrämerei um das genaue Rezept jedoch nur mehr von der Werbeabteilung der Weltfirma wirklich ernst genommen werden. Trotzdem sind jedoch Gerüchte über verschiedene gesundheitsgefährdende Wirkungen durch unbekannte Inhaltsstoffe im Coke nie ganz verstummt. Vor allem der niedrige pH-Wert gibt immer wieder Anlaß zu schaurigen Spekulationen: Cola-Getränke könnten Fleisch zersetzen, ähnlich aggressiv würden Magenwände angegriffen. Verfärbte und gequollene Fleischstücke, die in Cola-Getränken gelagert worden waren, werden als Beweis angesehen. Daß ähnliche Effekte auch in Mineralwasser beobachtbar sind, weil im sauren Milieu u. a. dem Fleisch Stickstoff entzogen wird, ist schon weniger bekannt.
Der Gehalt an Phosphorsäure als Säuerungsmittel in Cola-Getränken scheint manchmal überhaupt suspekt: Sogar 0,1molare (=ca. 1%ige) Lösungen mit entsprechend phosphatierender Wirkung auf Eisen werden kolportiert.
Die süßen Fakten:
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Zu 99% besteht Coca-Cola aus Wasser und Zucker. Der rasch resorbierbare Zuckeranteil von 11% (!) ist es auch, der den Cola-Trinker munter macht. Der Coffeingehalt dürfte sich erst bei einem exzessiveren Cola-Konsum bemerkbar machen. Kaffee z. B. enthält nämlich drei- bis viermal soviel Coffein. Weitere Inhaltstoffe: Konzentrat (etwa drei Teile Coka- und ein Teil Cola-Extrakt), nicht deklarationspflichtige natürliche Aromastoffe, brauner Karamelzucker (Zuckerkulör E 150), Kohlensäure und Orthophosphorsäure als geschmackliche Abrundung. Die Orthophosphorsäure (E 33 als Säuerungsmittel für Cola-Getänke geriet wie die Phosphate vor etlichen Jahren in Verdacht, bei Kindern das hyperkinetische Syndrom hervorzurufen. Wissenschaftlich wirklich bestätigt konnte diese Theorie bis heute nicht werden. Anorganische Phosphorsäuren und Phosphate findet man natürlicherweise zum Glück in vielen Lebensmitteln. Phosphate gibt es vor allem in Eiern, Nüssen, Käse und Milch. Wenn Kinder von Cola-Getränken überaktiv werden, dürfte das eher am Coffein-Gehalt liegen. Die Behandlung eines "Zappelphilipp" wird wohl schwer auf eine phosphatarme Diät beschränkt bleiben können. Zuwenig Phosphat könnte sogar zu Knochenbildungsstörungen führen. Überschüssiges Phosphat wird normalerweise hormongesteuert ausgeschieden.
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"Geld regiert die Welt. Danach sieht sie auch aus." |