Gelinas Laugenbrezel-Knödel

Getestetes Rezept. Meine Versuche genau nach Rezept(en) zu kochen :-(


Foto Rezept Gelinas Laugenbrezel-Knödel

Zutaten für 4 Portionen

4 Laugenbrezeln vom Vortag
200 ml Milch
2 Eier
1 TL Salz (evtl. etwas mehr)
1 TL Pfeffer aus der Mühle (ca.)
1 TL Muskatnuss, gerieben (ca.)
Die Angabe in TL sind geschätzt - also bitte abschmecken!
2 EL Petersilie, fein gehackt (TK geht auch)
2 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt
2 EL Butter
Einheiten Zutatenliste

Zubereitung

Ich habe heute ein altes Chaos-Rezept ausgegraben, um euch zu zeigen, wie schwer es manchmal ist, wenn man etwas nach Rezept kochen will und das noch nie gegessen hat … :-)

Nachdem ich bereits 2 mehr oder weniger gelungene Versuche mit „Brezenknödeln“ anhand von 14 Rezepten hinter mir hatte, erst als Serviettenknödel (leider fehlte hier der Hinweis, dass man besser zwei Portionen macht, weil das riesige Teil nicht mal in einen normalen Nudeltopf passt), dann als Knödel. Die Fotos der Zubereitungsschritte stammen von diesem Versuch. Also spart euch die Mühe, die Knödel zu zählen … :-)

Wieder hatte ich das gleiche Ergebnis wie zuvor: es waren immer noch einige Brezelstücke nicht „durchgeweicht“. Die Angaben zum Thema „ziehen lassen“ lagen zwischen 10 Minuten und einer Stunde. Beim Durchkneten hatte ich nach 1 Stunde noch immer „feste Bestandteile“, also hab ich mich für ein Stündchen anderweitg beschäftigt - hat aber auch nicht geholfen.

Ich habe aufgegeben und die Dinger 15 Minuten sieden lassen, dann aufgeschnitten und die Scheiben in Butter gebraten und zu einer krosch gebratenen Scheibe Bauch verputzt und so haben sie mir richtig gut geschmeckt.

Deshalb hab ich's tapfer noch einmal versucht, denn wer auf gibt, hat bekanntlich schon verloren...
Diesmal bin ich von 4 Personen ausgegangen und habe die Zutaten-Angaben (s. o.) entsprechend abgeändert und dann den nächsten Versuch wie folgt gestartet:

Zunächst die Laugenbrezeln vom Salz befreien und in dünne Scheiben schneiden, die Milch erwärmen und über die Brezeln gießen und das Ganze gut umrühren.

Das Ei mit den Gewürzen verquirlen und unter die Brezelmasse mischen.

Die Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Wenn das Ganze abgekühlt ist, wandert das ebenfalls zur Brezelmasse. Wieder tüchtig umrühren!

Inzwischen habe ich auch die Petersilie ganz fein gehackt und dann ebenfalls ordentlich unter gerührt und danach die Masse gut durchziehen lassen - ich schätze, das waren knapp 2 Stunden Lasst euch auf jeden Fall Zeit und rührt die Masse zwischendurch öfter mal um!

Jetzt wird die Masse in traditioneller Handarbeit kräftig durchgematscht - ich hasse das, aber da muss man durch. Inzwischen sollte ein Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen gebracht werden, damit sich die 8 kleinen Knödel dann darin für ca. 15 Minuten - leicht siedend – tummeln können.

Ich bitte um einen dezenten Tusch, denn diesmal war das Ergebnis - aus meiner persönlichen Sicht - absolut ok!
Wenn sich jemand wirklich traut, mein Experiment nachzubasteln, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen, denn das war ein hartes Stück Arbeit!




Geräte und Anmerkungen des Autors

Du benötigst: Schüssel, Pfanne, großer Topf


Testberichte zu Gelinas Laugenbrezel-Knödel


hat getestet
vor 11 Monaten
genial, meine erste knödel-erfahrung, die dann doch keine war denn, aus angst vor dem zerfall, hab' ich den teig in letzter minute in die muffinform gegeben und eine halbe stunde bei 200 °C gebacken. das ergebnis war sehr gut.


hat getestet
vor 1 Jahr
Elke, heute wurden deine Laugenbrezel-Knödel ausprobiert. Nach deinem ausführlichen Testbericht war es nicht so schwer. Ich hatte nur Bedenken, daß deine Mengenangaben zu meinen zwei Laugenbrötchen (siehe Bild) nicht passen könnten. Habe daher etwas weniger Milch genommen, aber trotzdem 2 Eier. Vorsichtshalber habe ich erst einen kleinen Knödel zur Probe vorgekocht. Er war gut, habe aber noch etwas nachgewürzt. Deine Knödel paßten hervorragend zu den Lammhaxen und haben uns sehr gut geschmeckt.


hat getestet
vor 1 Jahr
Die lange Vorgeschichte musste aus meiner Sicht einfach sein. Wenn man ein Rezept aufschreibt, vergisst man schnell wichtige Hinweise, weil man sie für selbstverständlich hält. Und das ist mir garantiert auch schon passiert. Fatal, denn man sollte immer davon ausgehen, dass sich auch Anfänger wie ich dran wagen!
Griiins - es waren wirklich 14 Rezepte mit den unterschiedlichsten Angaben...:-)

Inzwischen mach ich die leckeren Dinger schon *mit links* und ich liebe sie.


Gelinas Laugenbrezel-Knödel wurde außerdem ausprobiert von:

flockie

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12 Kommentare zu Gelinas Laugenbrezel-Knödel

vor 1 Jahr
deftig
Knödel - einfach nur lecker

vor 1 Jahr
Kouka
Danke für dieses Rezept, vor allen Dingen für den dazugehörigen Erfahrungsbericht.

vor 1 Jahr
Klaus Vlado
Elke, ich lese einfach gern deine Rezepte. Du beschreibst es so gut, dass doch jeder damit klar kommen muß. Vielen Dank dafür. LG Anita

vor 1 Jahr
Steierdirndl
klasse erzählt ... da hat man Deinen Versuch echt bildlich vor Augen .... ...

vor 1 Jahr
flockie
Bin gerade dabei, die Knödel nachzubasteln ... bin mal gespannt ...

vor 1 Jahr
Gelina
@flockie - na und ich erst ... ... gutes Gelingen!

vor 1 Jahr
flockie
Sehr gut gelungen ... und s..lecker. Waren schneller alle als ich gucken konnte. Danke fürs Rezept.

vor 1 Jahr
Gelina
Toll, wenn du das nach meinem Chaos-Rezept so toll hinbekommen hast!

vor 1 Jahr
Ingrid66
Elke, es reizt mich einfach nach deinem "bildlich beschriebenen" Testbericht diese Knödel auszuprobieren.

vor 11 Monaten
hab' die brezelmasse in der muffinform gebacken. hat uns sehr gut geschmeckt.

vor 11 Monaten
rampi - dass ist eine klasse Idee! Ich gehe davon aus, dass man die Muffinform dafür gut einfetten muss, oder?

vor 11 Monaten
noi, noi, das ist eine silikonform, die wird nur kalt ausgespült.

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Rezept Info
Schwierigkeit:Anfänger

Rezept-ID:69110
eingetragen am:20.12.11

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