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Echtes Wiener Schnitzel
Eines der Wiener Klassiker wie der Stefansdom und die Hofreitschule

Foto Rezept Echtes Wiener Schnitzel

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Zutaten für Portionen
1 -2 Eier
4 Kalbsschnitzel aus der Schulter oder der Nuß
reichlich Fett (Öl mit Butter, Butterschmalz doer Schweineschmalz)
Semmelbrösel
Weizenmehl

Zubereitung: Die Schnitzel sollten bleistiftdick geschnitten sein. Zwischen 2 Folien und etwas Öl mit einem Platiereisen oder wer keines hat mit einem Kochtopf mit Stieltopf platieren auf ca 4 mm. Auf keinen Fall einen sogenannten Fleischklopfer verwenden. Dieser zerstört nur die Fleischfaser und macht es zäh und ledrig. Das Öl zwischen Folien dient dem leichteren Gleiten beim Auseinanderklopfen. Hierzu wird ein wenig ! Öl auf eine Folie getropft und mit der 2. Folie etwa auf Fleischgröße verteilt. Hier hinein legt man das Fleischstück, macht die Folie zu und ... dann wirds laut :-)

Das platierte Schnitzel ganz leicht am Rand einschneiden, damit es sich nicht zusammenzieht oder krümmt.

So mit allen Schnitzel verfahren.

Nun zu den 3 Tellern. In den 1. kommt Weizenmehl. in den zweiten gibt man die Eier und verkleppert sie mit einer Gabel. Den 3. Teller füllt man mit Brösel.


Eine (am besten gußeiserne Pfanne) auf den Ofen geben und Öl mit etwas Butter (ist am leichtesten), Butterschmalz (ist üppiger - schmeckt aber besser) oder Schweineschmalz (gibt den unverkennbaren Geschmack und macht am dicksten *g*) hineingeben - und zwar reichlich - die Schnitzel müssen "schwimmen" können. Und nund sehr heiß machen. Eine durchs Wasser gezogene Gabel muß kräftig zischen. Bitte keine Friteuse - das ist eine Unart, Stillos und schmeckt zudem nicht mal halb so gut.

Während das Fett heiß wird, werden die Schnitzel von beiden Seiten gesalzen (ich pfeffere sie auch noch) und in Mehl gewendet. Alles überschüssige Mehl abklopfen - Es soll nur eine hauchdünne Schicht sein! Dann durch die verquirlten Eier ziehen und abtropfen lassen und sofort in die Semmelbrösel. Nur ganz leicht andrücken - nie "anklopfen" sonst pappt die Panade am Schnitzel. Die überschüssigen Brösel abschütteln und sofort ins Fett geben. Nicht zu viele auf einmal, damit sie genügend Platz haben zum "schwimmen".

Bitte auch das panierte Fleisch nicht liegen lassen, sondern es sofort backen, sonst wird die Panade feucht und klebt am Fleisch, dann kann ich mir die ganze Arbeit sparen!

Nach 1 1/2 MInuten sollte die Unterseite schön hellbraun gebacken sein, dann wird das Schnitzel gewendet und auf der anderen Seite ebenso hellbraun gebacken. Während des Backens die Pfanne wiederholt schütteln, damit das Fett über die Oberfläche spülen und die Panade oben auch aufgehen kann.

Wenn es fertig ist, muß das Fett abtropfen, es muß "fett-trocken" sein.

Alles muß sehr schnell gehen, damit das Fleisch auch wirklich saftig und die Panade resch auf den Tisch kommt.

Wenn alles gut geklappt hat, muß man ein Messer zwischen das Panier und das Fleisch schieben können.

Nun kann man es mit einem Kopf-, Kartoffel-, einem Gurken- oder einem gemischtem Salat genießen.

Als verziehrung 1 Zitronenachtel und ein kleines Petersiliensträußchen oder eine Scheibe Zitrone, darauf eine Anchovis gekringelt und 2 -3 Kapern als Krone auf das Schnitzel legen.

Gutes Gelingen und guten Appetit.

Quelle: von der Köchin meiner Großmutter - eine echte Wienerin


Rezeptinfo Schlagwörter / Tags
SchwierigkeitHobbykoch
Kostengehoben
LandÖsterreich
MenüfolgeHauptgericht
Zubereitungsartbacken
 
Kalb     Schnitzel     Weiner Schnitzel    
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Kommentare zum Rezept
» Annette am 09.01.03 16:51:16
Super beschrieben!!!! LG Annette
» cajun am 09.01.03 19:23:49
Hi Annette, vielen Dank für Dein Feedback. Ich mach es tatsächlich so, deshalb kann ich auch keine genauen Angaben machen, das braucht man auch nicht. Wenn man sich genau daran hält, dann hat man wirklich ein echtes Wiener Schnitzel und das scheckt! LG Cajun
» cajun am 09.01.03 19:25:36
ich meine natürlich an das platieren, einschneiden, backen usw. Wohl kaum an die nichtexistenten Mengenangaben. Die kriegt man ins Gefühl. LG Cajun
» Annette am 09.01.03 19:55:17
...und das macht dann eine richtig gute Köchin (natürlich auch Koch) aus.....
» monsternockerl am 10.01.03 10:48:00
hi also ich bin eine echte wienerin und möchte noch ein paar dinge hinzufügen 1. wird in das verquirlte ei noch etwas milch beigemengt (damit die panier besser wird) 2. kann man auch distelöl oder so verwenden 3. sind die semmelbrösel sehr wichtig und ich glaube dass in österreich die semmelbrösel einen etwas anderen geschmack haben kann jetzt völliger blödsinn sein - aber ich habe schon ein paar mal das wiener schnitzel in deutschland gegessen und es hat nie so geschmeckt wie zuhaus ;o(( aber egal vielleicht könnt ihr ja mal aus österreich brösel besorgen und bestätigt mir dann meine vermutung ;o)) ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem rezept von cajun und wirklich ganz wichtig es muss seeeeeehr dünn geschnitten sein - das fleisch gutes gelingen das monsternockerl
» cajun am 11.01.03 13:40:37
Hi monsternockerl, Du kannst auch Wasser nehmen. Ich mach keines von beiden. Aber das macht auch nichts. Zum Backen verwende ich Butterschmalz. Ich mach es einfach so, wie ich es gelernt habe. In meinem Bekanntenkreis sind 5 echte Wiener. Sie behaupten immer, daß mein Schnitzel so schmeckt wie es sein soll (kommt nicht von mir - mir schmeckts halt einfach) Vielleicht liegt es wirklich an den Brösel, die mach ich immer selber. Wenn Brot oder Semmel (es kann auch mal eine Breze oder dunkles Brot dabei sein aber sehr wenig) übrigbleibt, dann laß ich es trocknen und mach das Semmelmehl mit der Moullinette. Das kommt dann in eine 2,5 l Tupperdose und wird gut vermischt. Vielleicht ist das des Drudels Kern ? Denn Du hast schon recht - die Österreichischen Semmeln schmecken wirklich anders als in D - einfach lecker. Wobei wir in Bayern durchaus auch noch solche Kaisersemmeln bekommen - gewußt wo. Das sind dann die kleinen , familiären Bäckereien . Findet man bestimmt auch noch in anderen Teilen der Republik man muß suchen, dann das meiste sind heute große Unternehmen. Das Zeug ist grausam - kannste gleich Papier essen. Die habt Ihr in Österreich nicht - tu felix Austria. Grüß mir Wien es ist eine wunderbare Stadt (meine Großmutter war Wienerin) LG Cajun
» monsternockerl am 11.01.03 18:20:22
deine grüße habe ich gerade bei meinem fenster rausgebrüllt - ein paar wiener(innen) lassen dich auch ganz lieb grüßen ;o)) stimmt wien hat schon ein paar tolle sachen zu bieten aber die deutsche küche braucht sich da nicht zu verstecken!!
» cajun am 11.01.03 20:39:25
Danke für die lieben Grüße monsternockerl. Stimmt schon, daß die deutsche Küche was zu bieten hat, aber erst seitdem auch K&K und die Franzosen in die Küche mit eingebunden wurden. Aufgewachsen bin ich mit einer Mischung aus böhmisch-österreichisch . Diese Küche wurde im Hause meiner Großmutter vor dem Krieg gekocht und später hat meine Mutter sie dann nachgekocht. Von meinem Vater kam dann die französiche Küche dazu. Ich persönlich bin kein Eisbein und Eintopf-Fan. Ich esse sie höflichkeitshalber, aber wirklich mögen - nein. In vielen Teilen Deutschlands gibts dies (in meinen Augen) leider. Ihr habt übrigens ein paar ganz klasse Restaurants! Und der Demel - hmmmmmmmm lecker - manno schon wieder 1 Kilo mehr LG cajun
» kuma am 25.02.03 20:15:11
Hallo aus Wien, versucht es doch einmal mit einem Stück aus der Schweinsschulter oder Schopfbraten. Das Kalbsschnitzel hat in der normalen Wiener Küche schon lange ausgedient, wird nur mehr in der Sterneküche angeboten. Schnitzel vom Schwein sind nicht trocken, wie Kalb - sondern saftig und sehr geschmackvoll
» cajun am 25.02.03 20:45:28
Hallo Kuma, ich gebe Dir schon auch recht, obwohl ein gut gemachtes, nicht zu lange gebackenes Kalbsschnitzel (vor allem wenn es nicht mit einem Fleischklopfer tracktiert wurde) durchaus etwas sehr feines ist. Mit einem guten Schweinefleisch ist es ebenfalls sehr lecker! LG Cajun
» backhenderl am 14.02.04 17:51:04
Noch 2 kleine Tipps: 1. Die Bröserl sollten mit einem Cutter sehr fein gemahlen werden. So wird die Panier wunderbar knusprig und geht viel besser auf! 2. Backt die Schnitzerl in Erdnußöl raus - ihr werdet einen riesen Unterschied merken! Das gilt übrigens auch für Backhenderln.
» funnycook am 14.02.04 22:58:02
Also ein "echtes" Wiener Schnitzel (und nicht Schnitzel "Wiener Art") backt man in Schweineschmalz aus! Das nur nebenbei. Dazu nur einige Salatblätter und Zitronenscheiben. F
» backhenderl am 15.02.04 12:23:52
Der Unterschied zwischen "echtem" Wiener Schnitzel und Schnitzel "Wiener Art" liegt in erster Linie beim Fleisch (Kalbfleisch und Schweinefleisch). Auch dies nur nebenbei. Habe nie behauptet, dass das "echte" WS mit Erdnußöl gebacken wird, meinte nur dass es viel besser schmeckt als das Schweineschmalz.
» Küchenjunge am 15.02.04 13:13:07
Also ich bin ja nicht sehr oft der gleichen Meinung wie funnycook, aber hier gebe ich ihm recht. Erdnussöl ist für den Wok toll, aber für ein Wiener Schnitzel, ich weiss nicht.
» backhenderl am 15.02.04 13:16:18
Habe den Tipp von 2 Köchen übernommen, von denen einer mit 3 und einer mit 2 GaultMillau-Hauben ausgezeichnet wurde. Beide schwören auf das Erdnußöl. - Einfach mal versuchen, dann wieder posten!
» Küchenjunge am 15.02.04 13:54:03
Es ist halt Geschmackssache. Der Eigengeschmack von Erdnussöl unterscheidet sich ziemlich vom Schweineschmalz. Der Küchenjunge
» funnycook am 15.02.04 13:59:58
Ich glaube, hier kennt jeder das Erdnußöl...auch seinen Geschmack. Man braucht es nicht auszuprobieren, um den Unterschied zu entdecken. Mag gesünder sein, aber Schweineschmalz und Wiener Schnitzel gehören schon mal zusammen. F
» Küchenjunge am 15.02.04 14:03:33
so isses
» backhenderl am 15.02.04 18:42:18
Übrigens: Zum WS reicht man üblicherweise Kartoffelsalat (nicht den deutschen mit Mayonnaise, sondern unseren österreichischen mit roten Zwiebeln). Und bitte keine Tunke *fg*
» Mansour am 20.01.06 20:42:50
Als ich noch in Wien wohne hatte ich mal in der Innenstadt in einem, naja nicht gerade noblen, Restaurant ein echtes Wiener Schnitzel gegessen. Das Ding war riesig, aber auch superdünn. Wurde nur mit Salzkartoffeln, Zitronenscheiben und ein bischen grünen Salat serviert. Was verdammt lecker! Was ich allerdings auch gerne dort gegessen hatte waren 'Schnitzel Wiener Art aus Hünchenfilet'. Gab da 'ne kleine Imbissbude im 10ten. Unschlagbar lecker! Ich frage mich wie der das Hünchenfilet so dünn und groß geschnitten hat?! Da hatte ein Teller nicht gereicht
» monsternockerl am 20.01.06 21:09:40
meistens wird ein schnitzel etwas dicker geschnitten und dann halbiert - so bekommt man schöne leckere riesenschnitzel warst du damals beim figlmüller Schnitzel essen??
» Mansour am 20.01.06 21:28:28
Keine Ahnung wie der hieß. War erst eine Woche in Wien. Kann mich aber noch daran erinnern das es keine tolle Innenausstattung gab und sich jede Menge Leute Fussball angeschaut haben. War relativ groß der Laden. Denke auch das der Inhaber kein Österreicher war
» Paperkite am 25.01.06 00:30:52
Dieses Rezept empfehle ich so wie es hier steht und ich werde es positiv bewerten. Was ich so weiss über Wiener Schnitzel und das muss bestimmt nicht korrekt sein: - Kalb, nicht Pute oder Wildhamster - Platieren in Folie, absolut zu empfehlen, aber wieso sollte ein Fleischklopfer die Fasern /Fleisch zäh machen? Ein Steaker macht nix anderes nur schneller und bei mehrmaligen Gebrauch griegste eine 12 Bisonkuh zum Steak.... Ich habe auch die Tipps gelesen a la Öle. Meine Meinung: Ich koche nach meinem persönlichen Geschmack, denen meiner Gäste oder ich versuche etwas Originales nachzukochen. etwas nachzukochen. Für mich gibt es kein Cordon bleu oder Ragout fin aus Puten- oder Hühnchenbrust. Aber ich bin gerne bereit, Würzfleisch a la "Ragout fin", ein Braumeistersteak a la Cordon,.. zu bereiten. Für mich ist das Wohlergehen meiner Gäste wichtig. Ich spiele sehr gerne, aber nicht mit historischen Gerichten. Ich verfälsche sie zu dem Geschmacklichen Gunsten, bzw. meiner Geldbörse, aber ich werde nie behaupten, ein Gericht zu servieren, das nicht dem Original entspricht und es so zu benennen. Es gibt genug Möglichkeiten seinem Kochwahnsinn hübsche Namen und aber auch korrekte zu geben, ich bin dafür ein Bsp. Zum schnöden Schnitzel. Keine Ahnung, wie die Schnitzel ausschauen in Austria, meine muss ich nicht einritzen. den Fettrand, bzw. Einschlüsse kenne ich nur von Kotelettes und beim Kalb schon mal garnicht. Klar empfehle ich auch das plattieren in Folie, aber was sollte ein trifftiger Grund sein, dass das Kalb plötzlich zäh werden sollte, wenn Du die Maserung zerkloppst???!! Eher das Gegenteil. Trocken? Ja, aber doch nicht bei panierter Ware! Oder irre ich mich da. Vor allem bei ca. 3-4 mm Dicke. Es wird vielleicht trocken und ehrlich gesagt, ich mag trockenes zerbröselndes, gegenüber dem Messer hilfloses Fleisch. Aber das ist nun mein Geschmack und nicht Ziel des Wiener Schnitzels. *pscht, ich habe schon Schnitzel gemacht nach dieser Art, nur die gebrutzelte Panade und dann nochmal ... *hihi* Was genau bei diesem Rezept für mich wichtig wäre: Die Garnitur, die haste auch so erst im Abspann erwähnt. Is daswirklich richtig???!! Zitrone schon, aber das Filet macht mir Sorgen. Richtig original gibbet dabei wohl nicht, von absolut gut bis absoluter Schietkroam. Ich serviere das dann als "Wiener Schitzel orischinoal a la paperkite", d.h. so wie beschrieben mit Kalb, Butter, Anchovis, Zitrone, ....
» hexenkraut.at am 15.02.08 18:08:44
Bei diesem liebevoll geschriebenen Rezept geht mein 'Wiener Herz auf Danke schön!

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